Das Thema Virtual Reality ist inzwischen in nahezu allen Winkeln der Welt angekommen. Trotzdem sind praktische Kameralösungen, um selbst entsprechendes Material zu drehen, noch immer rar gesät. Bis jetzt. Genau hier nämlich setzt die FITT360 mit einem völlig neuartigen Konzept an: 360-Grad-Kamera und Wearable in einem.

Auf den ersten Blick sieht das neuartige Gadget vom Entwickler namens Inkflow eher wie eine Art neumodisches und nach vorne hin offenes Halsband aus, als nach einer 360°-Kamera. Die sind ohnehin bis dato tendenziell etwas über Schulterhöhe angesiedelt, sei es in Verbindung mit einer Art Stirnband oder per Saugnapf oben auf einem Helm befestigt. Die FITT360 kommt da zumindest einmal deutlich komfortabler und unaufdringlicher daher.

Außerdem sind aktuell verfügbare Lösungen meist klobig und bisweilen auch schwer. All diese Nachteile will Inkflow nun im Sinne der Alltagstauglichkeit ausgemerzt haben. So wird die hufeisenförmige 360-Grad-Kamera einfach von hinten um den Hals gelegt, und schon kann es losgehen. Hierdurch bleiben die Hände frei und können ohne Einschränkung für die jeweilige Aktivität genutzt werden. Lediglich um die FITT360 zu aktivieren, bedarf es einer kurzen Handbewegung zum Aufnahmeknopf an der Vorderseite der Nackenkamera.

Drei Full-HD-Kameras für den Rundumblick

Damit die Aufnahmen auch wirklich einen vollständigen Rundumblick abbilden können, beherbergt die FITT360 insgesamt drei einzelne Full-HD-Kameras, deren Bilder automatisch zu einem einzigen Video zusammengesetzt werden. Zudem ist natürlich das obligatorische Mikrofon für synchrone Tonaufnahmen mit an Bord.

Praktisch für all jene, die sich vor allem auch in der digitalen Welt zu Hause fühlen: Wer will, kann seine Erlebnisse auch direkt – in Echtzeit – mit anderen teilen. Das Ganze funktioniert dabei laut Inkflow in Zusammenarbeit mit und über eine Verbindung zum eigenen Smartphone.

Marktreife nicht weit entfernt

Um bei Entwicklung und Produktion der FITT360 nicht in einen finanziellen Engpass zu geraten, hat das Team eine Crowdfunfing-Kampagne via Kickstarter initiiert. Interessierte können die Entwickler dort unterstützen, etwa indem sie eines der verschiedenen Pakete vorbestellen. Die günstigste Variante schlägt allerdings bereits mit umgerechnet etwa 350 Euro zu Buche.

Das ursprüngliche und offenbar eher zurückhaltend formulierte Finanzierungsziel lag indes bei knapp 41.000 Euro. Stand jetzt sind bereits deutlich über 170.000 Euro zusammengekommen. Ein mehr als klares Indiz dafür, dass vielleicht nicht die Welt, wohl aber viele Hobbyfilmer auf genau solch ein Gadget gewartet haben.

Als voraussichtlichen Starttermin für die Auslieferung des FITT360 – wahlweise in silber, rot oder weiß – nennt Inkflow den Oktober des noch jungen Jahres 2018. Wir sind gespannt.