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Smartphones

Ab sofort kann jeder die App Android Auto herunterladen

Um Android Auto nutzen zu können, muss man sich kein neues Auto kaufen. Die App ist für Android-Geräte ab sofort kostenlos verfügbar.

Ab sofort müs­sen Android-Nut­zer sich nicht erst eine neue Musik­an­la­ge oder sogar ein kom­plett neu­es Auto zule­gen, um die App Android Auto nut­zen zu kön­nen. Denn seit dem heu­ti­gen Release kann sich jeder Besit­zer eines Android-Smart­phones die App aus dem Goog­le Play Store kos­ten­los herunterladen.

Auf dem Gerät muss min­des­tens Android 5.0 instal­liert sein, damit Android Auto dar­auf läuft, schreibt Goog­le in sei­nem Blog über das nagel­neue Ange­bot. Ziel sei es, die Mög­lich­kei­ten von Android Auto auch jenen Fah­rern zur Ver­fü­gung zu stel­len, die über einen älte­ren fahr­ba­ren Unter­satz ver­fü­gen, der mit dem Pro­gramm eigent­lich nicht kom­pa­ti­bel ist. Und Info­tain­ment-Sys­te­me zum Nach­rüs­ten sind der­zeit noch recht kost­spie­lig und haben sich daher kaum durchgesetzt.

Android Auto soll mehr Sicher­heit auf vier Rädern bringen

Bereits im Mai hat­te Goog­le auf sei­ner Ent­wick­ler­mes­se Goog­le I/O ange­kün­digt, dass Android Auto in die­sem Jahr als eigen­stän­di­ge App für alle Android-Smart­phones erschei­nen wird. Nach eini­gen Mona­ten Ent­wick­lungs­zeit ist es nun so weit. Vor­teil für die Nut­zer von Android Auto ist, dass das Smart­phone sich auf vier Rädern dann viel siche­rer ver­wen­den las­sen soll – ohne irgend­wel­che zusätz­li­chen Ein­bau­ten im Auto sel­ber. Es reicht völ­lig aus, das Smart­phone in einer güns­ti­gen Hal­te­rung am Arma­tu­ren­brett oder der Wind­schutz­schei­be zu befes­ti­gen – wie etwa ein Navi – und der Android-Nut­zer kann sofort loslegen.

Die Bedien­ober­flä­che des Pro­gramms ist vor allem ein­fach gestal­tet und hat gro­ße Schalt­flä­chen. Das Haupt­me­nü zeigt etwa den momen­tan gespiel­ten Song, das Wet­ter und bie­tet die Mög­lich­keit, zu Ter­mi­nen zu navi­gie­ren oder Goog­le Maps zu durch­su­chen. Ein Bal­ken am unte­ren Rand erlaubt es, zwi­schen der Musik, dem Tele­fon und der Navi­ga­ti­on zu sprin­gen. Es ist dort eben­falls mög­lich, mit zwei Fin­ger­tipps zum Home­screen des Geräts zu kom­men. In Deutsch­land dür­fen Auto­fah­rer bei lau­fen­dem Motor aller­dings grund­sätz­lich kei­ne manu­el­len Funk­tio­nen auf ihrem Smart­phone ver­wen­den. Erlaubt ist das nur, wenn das Fahr­zeug bei aus­ge­schal­te­tem Motor steht und nicht am beweg­ten Stra­ßen­ver­kehr teil­nimmt. Wer Android Auto nut­zen will, soll­te die­se Ein­schrän­kun­gen unbe­dingt beachten.

Wäh­rend die ver­grö­ßer­te Ver­si­on der Goog­le Maps-Navi­ga­ti­on ein kla­rer Plus­punkt ist, müs­sen sich Nut­zer von Android Auto ande­rer­seits klar sein, dass die App sehr strom­hung­rig ist. Da der Bild­schirm immer ange­schal­tet ist, gleich­zei­tig GPS und die mobi­len Daten aktiv sind, ist bei län­ge­rem Betrieb als etwa 20 Minu­ten ein Auto-Lade­ge­rät abso­lut emp­feh­lens­wert. Wer schon jetzt sein Smart­phone zum Navi­gie­ren nutzt, hat die­sen Adap­ter aber nor­ma­ler­wei­se ohne­hin im Hand­schuh­fach. Sie kön­nen Android Auto kos­ten­los im Goog­le Play Store her­un­ter­la­den.

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