Nicht nur Software, auch neue Geräte spielten bei der Keynote zur Apple-Entwicklungskonferenz WWDC 2017 eine Rolle. Die Kalifornier stellten gleich mehrere neue Versionen ihrer Hardware-Erfolgsmarken vor – und ein ganz neues Gerät.

Den Anfang des Hardware-Reigens auf der WWDC-Keynote machte ein neuer iMac, der bis zu dreimal schneller sein soll als die aktuelle Version. Neue Bildschirme sollen 43 Prozent heller sein und bis zu einer Milliarde Farben darstellen können. Hinzu kommen mehr Anschlussmöglichkeiten und jede Menge Grafik- und Rechenpower, nicht zuletzt für die von Apple vorangetriebenen VR-Anwendungen.

Als Nächstes auf der Präsentationsliste: Die überarbeiteten MacBooks. Wie erwartet stellte Apple gleich mehrere Geräte vor, darunter auch ein neues MacBook Air. Die MacBooks sind direkt ab heute erhältlich.

Ein "Monster" und ein neues iPad Pro

Schließlich kamen die Kalifornier mit dem kommenden nächsten iMac Pro zum – laut Eigeneinschätzung – leistungsfähigsten Computer, den Apple jemals vorgestellt hat. Kein Wunder bei den Spezifikationen: Je nach Ausstattung sollen ein Xeon 8-Kern-, ein 10-Kern- oder sogar ein 18-Kern-Prozessor zum Einsatz kommen. Die weiteren Specs: Bis zu 128 RAM Arbeitsspeicher und eine 16 GB Grafikkarte mit bis zu 11 Teraflops. Im Dezember soll das "Monster", wie es bei der Keynote genannt wurde, auf den Markt kommen.

Und auch das iPad kommt zu neuen Ehren – mit einem 10,5 Zoll iPad Pro, das einen 20 Prozent größeren Bildschirm bieten soll als das beliebteste iPad-Modell mit 9,7 Zoll. Dennoch soll es ebenfalls nur 500 Gramm wiegen. Weitere Specs: Ein True Tone Display, HDR Video und "ProMotion", mit dem eine flüssige Darstellungsrate von 120 Bildern pro Sekunde möglich sein soll. Läuft kein Video, schaltet das Gerät eigenständig auf 24 Bilder pro Sekunde, um den Akku nicht unnötig zu belasten. Neben dem 10,5-Zoll-iPad kommt außerdem noch ein 12,9-Zoll-Gerät. Ab nächster Woche sollen die neuen iPads zu haben sein.

Der HomePod soll die Musikzentrale in den eigenen vier Wänden werden

"One more thing": Das war diesmal der sogenannte "HomePod". Was der iPod für den mobilen Musikgenuss war, soll der HomePod laut Apple für Zuhause sein. Der Lautsprecher mit 4-Zoll-Woofer kann die Umgebung abscannen und den Sound an den Raum und die Gegenstände, die darin stehen, anpassen. Die Steuerung erfolgt per Spracheingabe über Siri. Neben der Musik kann der smarte HomePod auch das HomeKit steuern, also auch das Licht ein- oder ausschalten, die Heizung aufdrehen oder beim Fernseher den Kanal wechseln.

Der HomePod ist ab Dezember verfügbar, allerdings zunächst nur in den USA, in Großbritannien und Australien – vermutlich muss Siri auf dem HomePod erst noch Deutsch lernen.