Apple weiß nicht wohin mit dem Geld – und könnte daher Netflix kaufen. Dieser Überzeugung sind zwei Analysten von Citi: Jim Suva und Asiya Merchant halten es in einem Schreiben an Anleger zu 40 Prozent für wahrscheinlich, dass sich Cupertino den Streaming-Anbieter einverleibt.

Auslöser für diese Vorhersage ist US-Präsident Donald Trump. Von dessen umfangreichen Steuererleichterungen für Unternehmen profitiert nämlich auch Apple, wie Business Insider schreibt. Das Unternehmen habe nämlich noch gut 250 Milliarden Dollar in Überseereserven, die es aufgrund der Steuerreform günstig in die Heimat holen kann. Nur was tun mit all dem Geld? Investieren. Die Analysten haben daher untersucht, welche Firmen zu Apple passen und welche Auswirkungen ein Kauf auf die finanziellen Mittel von Apple hätte.

Apple hätte Disney kaufen können

So entstand eine Tabelle, die den hypothetischen Übernahmen eine Wahrscheinlichkeit zuordnet. Unter den Kandidaten befinden sich neben Netflix auch Filmgigant Disney, die drei Videospiele-Publisher Activision, EA und Take Two, Autohersteller Tesla sowie Hulu, ebenfalls ein Video-on-Demand-Service. Netflix besitzt dabei mit 40 Prozent die höchste Wahrscheinlichkeit für eine Übernahme – mit Disney auf dem zweiten Platz und einer Wahrscheinlichkeit von 20 bis 30 Prozent. Die Einschätzung der Analysten erfolgte allerdings bevor sich Disney mit der Übernahme von Fox die Rechte an Star Wars, Marvel-Filme, Pixar, Simpsons und Co. sicherte.

Alternatives Szenario: Aktienrückkauf

Netflix Börsenwert schwankt derzeit zwischen 70 und 80 Milliarden Dollar. Sollte Apple die 250 Milliarden and Barmitteln zurückholen, blieben nach Steuern noch etwa 220 Milliarden Dollar übrig – mehr als genug für eine Netflix-Übernahme. Bei derartigen Summen fällt auch die vor Kurzem erfolge Übernahme von Musikerkennungs-Spezialist Shazam für 400 Millionen Dollar kaum ins Gewicht. Ob die Vorhersage wirklich so eintreten wird, lässt sich nicht abschätzen. Ein etwas langweiligeres Szenario wäre ein Aktienrückkauf. Wie bei der Netflix-Übernahme gilt aber: alles reine Spekulation.