Denkt Apple über ein Re-Design seines beliebten MacBooks nach? Anscheinend. Der gewohnt schmale und flache Laptop aus Cupertino könnte künftig von einem neuen Klapp-Mechanismus bestimmt werden. Der sieht laut geleakten Dokumenten des EPO (European Patent Office) ungewöhnlich aus – könnte aber eine technische Innovation bedeuten.

Wenn es um technische Alltagstauglichkeit in Verbindung mit minimalistischem Design geht, schien Apple bisher immer den gewissen Dreh raus zu haben. Um eine besonders breite Käuferschicht ansprechen zu können, hält der Konzern aus Cupertino seine Produkte optisch meist möglich neutral sowie technisch intuitiv und leicht zu bedienen. Das gewohnte MacBook-Design – flach, schmal, eckig – könnte aber bald schon der Vergangenheit angehören.

Wie kürzlich geleakte Dokumente des Europäischen Patentamts offenlegen, könnte Apple seine neue MacBook-Generation nämlich mit einer eher ungewöhnlichen Clamshell-Funktion ausstatten.

Ein MacBook aus einem einzigen Stück?

Die Clamshell-Funktion sieht dann in etwa so aus: Eigentlich ist das MacBook eine einzige Platte. Zwei starre Teile – der obere beherbergt den Bildschirm, der untere die Tastatur – werden circa in der Mitte mit einem faltbaren Material versehen. So ließe sich der Laptop dann extrem flexibel auf- und zuklappen. Apples Patentantrag mit der Nummer EP3324265 spricht daher von "flexiblen ineinander greifenden Segmenten aus einem starren Material".

Überraschend kommt ein solch futuristisches Design allerdings nicht. Bereits Ende 2017 kündigte Apple an, ein MacBook aus einem einzigen Stück fertigen zu wollen. Damit könnte Cupertino Microsofts Surface Book Konkurrenz machen wollen. Das macht von der Clamshell-Funktion bereits Gebrauch und erlaubt zudem das Ablösen des Bildschirms von der Tastatur. Apples Vorschlag sieht hier aber wohl eine andere Entwicklung vor.

Ob die dann günstiger ausfällt als bei Microsoft? Dessen Surface Book ist für den privaten Hausgebrauch mit durchschnittlich 2.600 € für die 13,5-Zoll-Variante nämlich nicht gerade ein Schnäppchen. Wie viel Apple  für ein MacBook mit der neuen Falt-Technologie wohl haben will, steht noch in den Sternen. Ein Release-Datum könnte angesichts der ersten Rohentwürfe beim Patentamt immerhin noch lange auf sich warten lassen.