5G, Bluetooth 5, neue und schneller Prozessoren: Die Technologie rund um die Smartphones bleibt nicht stehen. Das Ortungssystem GPS allerdings hat seit Jahren keine großen Sprünge gemacht. Das soll sich nun ändern, hat ein US-Konzern angekündigt.

Drei bis fünf Meter: So groß kann die Abweichung sein, wenn per GPS ein Standort ermittelt werden soll. Eine präzise Leistung, wenn man bedenkt, dass die Satelliten, die für die Ortung zuständig sind, im Schnitt höher als 20.000 Kilometer um die Erde kreisen und sowohl atmosphärische Störungen als auch Signalreflexionen von der Erdoberfläche bei der Berechnung berücksichtigt werden müssen. Doch zu ungenau, um alle Möglichkeiten der modernen vernetzten Welt auszuschöpfen, etwa autonomes Fahren. Denn wohl kaum jemand wünscht sich, dass sein Auto abrupt bremst, nur weil sich fünf Meter neben der Straße ein Hindernis befindet.

Kommen schon im kommenden Jahr die ersten neuen GPS-Chips?

30 Zentimeter. Das ist das Ziel, das sich das US-Unternehmen Broadcom bei der Entwicklung seines neuen GPS-Chips auf die Fahne geschrieben hat, schreibt The Verge. Das wäre weniger als die durchschnittliche Fußlänge. Vor allem Smartphone-Hersteller haben die Amerikaner dabei im Blick. Schon im kommenden Jahr soll der Broadcom-Chip in den ersten Geräten Einzug halten. Allerdings verriet die Firma noch nicht, in welchen.

Laut Broadcom seien 30 Satelliten für die präzise Ortung aus dem Weltraum verantwortlich. Besonders in großen Städten könnte das neue System erhebliche Fortschritte bringen, denn dort werden die Satellitensignale häufig von Hochhäusern beeinflusst, was die Präzision verringert.

Noch allerdings ist Qualcomm der Marktführer bei GPS-Chips. Die Produkte der Kalifornier sitzen in fast allen großen Marken-Smartphones. Doch Qualcomm leistet sich schon seit geraumer Zeit einen rechtlichen Kleinkrieg mit Apple. Gut möglich, dass Apple Interesse an einer Alternative zeigt.