Sag beim Abschied ganz laut Servus. Wenn BlackBerry heute im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona sein neuestes Smartphone vorstellt, endet eine Ära. Denn die Kanadier wollen sich aus der Hardware-Produktion zurückziehen. Ist das finale Modell der ersehnte Paukenschlag? Verfolgen Sie es selbst – die Präsentation gibt es als Livestream.

"Vorwärts in die Vergangenheit" heißt es am heutigen Samstag ab 19 Uhr in Barcelona. BlackBerry, der Hersteller, der schon Smartphones baute, als es den Begriff noch gar nicht gab, stellt sein neuestes Gerät vor – und gleichzeitig sein letztes. Denn die Kanadier wollen sich in Zukunft ganz auf die Entwicklung von Handy-Software konzentrieren. Als Hersteller überlässt man die Marke BlackBerry den vergleichsweise jungen Smartphone-Hüpfern von TCL.

Doch zum Finale wollen es die Handy-Pioniere anscheinend noch einmal richtig krachen lassen. Das Abschiedsmodell mit dem kolportierten Namen "Mercury" soll laut Gerüchten, Leaks und seriöser Kaffeesatzleserei noch einmal alles zeigen, was BlackBerry auszeichnete. Allen voran natürlich die klassische physische QWERTY-Tastatur. Sollen die anderen doch sämtliche Schreibarbeiten auf dem Display erledigen, bei einem BlackBerry wird noch stilvoll und wortwörtlich in die Tasten gehauen. Was nicht heißt, dass die Tastatur von gestern ist – schließlich soll sie auch einen Fingerabdrucksensor beherbergen.

Tastatur BlackBerry
Ohne Tastatur geht nichts bei einem BlackBerry – das soll auch beim letzten Modell so bleiben. (© 2017 BlackBerry)

Und auch die übrigen Hardware-Spezifikationen, die schon im Dezember in einer Benchmark-Datenbank aufgetaucht waren, sind auf dem modernsten Stand. Als Herzstück kommt demnach ein Snapdragon 625 zum Einsatz, zu dem sich ein 4 GB großer Arbeitsspeicher und 64 GB interner Speicher gesellen. Der USB-Anschluss ist natürlich schon aus der Generation C, und beim Betriebssystem soll das Nougat des Android 7.0 für zufriedene Gesichter sorgen.

Für große Augen dürfte die Kamera sorgen. Zumindest, wenn es nach dem Tweet von Technik-Journalist Roland Quandt geht. Der fand in einer Dateiliste zum vermeintlichen BlackBerry Mercury die kryptische Bezeichnung IMX378. Das könnte ein prima Passwort sein – ist aber vermutlich doch eher ein Hinweis auf eine derzeit sehr angesagte Sony-Kamera, die heißt nämlich auch IMX378. Mit ihren 12 Megapixeln, einem optischen Bildstabilisator, Phasen- und Laser-Autofokus sowie RAW-Bildern und Auto-HDR hält sie gerade Einzug in viele Smartphone-Modelle: Google Pixel, Xiaomi Mi 5s, HTC U Ultra – und jetzt auch ins letzte BlackBerry? Nix ist fix: Angesichts der Tatsache, dass sich die ganzen Tech-Auguren noch nicht einmal beim Namen "Mercury" sicher sind, kann es durchaus noch zu Überraschungen kommen.

Die ganze BlackBerry-Wahrheit gibt es live im Internet

Am heutigen Samstag kommt ab 19 Uhr die Wahrheit endlich ans Licht. Sie wollen alles über die Namensbezeichnung, die Tastatur, die Ausstattung, die Kamera, das Betriebssystem des letzten BlackBerrys wissen? Dann auf nach Barcelona! Oder wenn das zeitlich zu knapp wird: Ab ins Internet! Denn die Präsentation können Sie auch als Livestream verfolgen. Die Ehre des Hostings ist dem Portal CrackBerry zugefallen, lange Zeit treuer Begleiter der Kanadier und gerade zehn Jahre alt geworden.

Hier können Sie den Livestream verfolgen:
crackberry.com/bbmobilemwc2017