Safari bleibt beim Googlen nicht allein: Auch die Apple-Kollegen Siri und Spotlight greifen jetzt auf die Suchmaschine aus Mountain View zu. Doch der bisherige Partner Microsoft sitzt weiterhin mit im Boot.

Wer bislang Siri oder Spotlight auf die Reise durchs World Wide Web schickte, startete in Wahrheit Microsofts Bing. Denn Apples Helferlein griffen auf die Trefferliste der Suchmaschine der Windows-Macher zu. Wer dagegen den Browser Safari öffnete, begegnete dem Marktführer Google als Standardeinstellung. Jetzt hat Apple die Zweiteilung beendet, so 9to5Mac: Auch Siri und Spotlight nutzen jetzt die Suchergebnisse aus Redmond.

Eine einheitliche Suche – eine einträgliche Suche

Mit dem Wechsel, habe Apple erklärt, wolle man den Nutzern zukünftig eine "konsistente Nutzererfahrung" bieten. Allerdings lässt man sich diese Nutzererfahrung in Cupertino auch gut bezahlen. Rund drei Milliarden Dollar, schätzen Marktanalysten, zahle Google an Apple allein dafür, dass ihre Suchmaschine bei Safari als Standard eingestellt ist. Das würde bedeuten, dass fünf Prozent des Apple-Gewinns allein aus Mountain View stammen. Gut möglich, dass Google bei dem Deal auch den Einsatz bei Siri und Spotlight auf den Weg gebracht hat.

Allerdings haben sowohl Apples vermeintlicher Wunsch nach einer einheitlichen Sucherfahrung als auch die finanzielle Übereinkunft ihre Grenzen. Wie mit Google wolle Apple auch mit Microsoft weiterhin eng zusammenarbeiten, so das Unternehmen aus Cupertino. Ergebnis: Microsofts Bing ist nicht gänzlich aus dem Spiel. Die Suchmaschine aus Redmond steckt weiterhin dahinter, wenn sich Siri auf die Suche nach Bildern macht.