Wer derzeit Bilder über den Facebook Messenger versendet, muss sich mit erheblichen Qualitätsverlusten zufrieden geben. Denn die Bilder werden automatisch komprimiert und kommen mit nur einem Bruchteil der ursprünglichen Auflösung beim Empfänger an. Das soll sich nun ändern: Facebook bestätigte, dass zukünftig auch 4K-Bilder über den Messenger versendet werden können. Für Deutschland ist das Update derzeit allerdings noch nicht verfügbar.

Wer auf Facebook oder Instagram Urlaubsbilder ansieht, den interessiert es wohl kaum, dass diese automatisch komprimiert werden. Eher im Gegenteil, schließlich will man nicht sein komplettes Datenvolumen aufbrauchen, um sich einmal durch den Newsfeed zu scrollen. Wer jedoch ein via Facebook zugeschicktes Bild ausdrucken möchte, wird schnell die Kehrseite der Medaille kennenlernen: Denn das Foto wurde automatisch so verkleinert, dass es zwar schnell versendet werden kann, von der eigentlich Qualität jedoch wenig übrig bleibt.

Bereits im Mai ließ Facebook den Versender zumindest teilweise über die Qualität der Bilder mitbestimmen: Fotos konnten nun in kleinem, mittlerem oder großem Format versendet werden. Letzteres bedeutete aber immer noch, dass das Bild nur mit ein paar Hundert KB beim Empfänger ankam. Reichlich wenig, wenn man bedenkt, welche Auflösungen Smartphone-Kameras heutzutage bereits aufnehmen können. Auch Videos werden so ihrer Qualität beraubt.

17 Milliarden Fotos wechseln monatlich über den Facebook Messenger den Besitzer

Trotz der Einschränkungen wird der Facebook Messenger rege genutzt. Nach eigenen Angaben versenden User monatlich etwa 17 Milliarden Bilder über den Chat-Dienst – der Wunsch nach höherer Qualität wurde dabei wohl zuletzt immer lauter. Nun hat Facebook reagiert und erlaubt es hochauflösende Bilder und Videos zu versenden: Bis zu 4.096 x 4.096 Pixel sind möglich. Die Bilder sollen sich dabei ebenso schnell versenden lassen wie bisher.

Die neue Funktion wird über ein Update verteilt. Dieses wird derzeit in den USA, Canada, Frankreich, Australien, UK, Singapur und Südkorea ausgerollt. Wann es auch nach Deutschland kommen wird, ist noch offen. In der Regel bemüht sich Facebook aber um eine zeitnahe Verteilung weltweit.