Stärker und leistungsfähiger als das Samsung Gear VR, aber hinter den Möglichkeiten einer Oculus Rift: In diese Lücke könnte das mobile VR-Headset stoßen, an dem Facebook arbeitet. Schon im kommenden Jahr könnte so ein abgespeckter Oculus-Klon auf den Markt kommen.

Schon auf der Oculus-Entwicklerkonferenz im vergangenen Jahr deutete Mark Zuckerberg persönlich ein Gerät an, das sich zwischen Gear VR und Rift ansiedeln könnte. Mittlerweile ist die Idee offenbar weit fortgeschritten, wie die Mail-Antwort des Oculus-Unternehmenssprechers Alan Cooper an den US-Nachrichtendienst Bloomberg zeigt. "Wir haben im Augenblick kein Produkt anzukündigen, aber wir können bestätigen, dass wir erhebliche technische Anstrengungen im Bereich der Standalone-VR-Kategorie unternehmen."

Das "Pacific"-VR-Headset soll die Oculus Rift nicht ersetzen

Laut Bloomberg-Bericht trägt das geplante Gerät den Codenamen "Pacific" und soll schon 2018 für 200 Dollar auf den Markt kommen. Für das VR-Headset wären weder PC (wie bei Oculus Rift oder auch HTC Vive) noch Smartphone (wie beim Samsung Gear VR) nötig. Das Interface des "Pacific"-Headsets soll dem des Gear VR ähneln, die nötige Power liefert vermutlich ein Qualcomm Snapdragon Mobile-Chip.

Positionstracking soll das neue Gerät allerdings nicht beherrschen. Auch sonst bleibt das "Pacific"-Headset hinter den Möglichkeiten des großen Bruders Oculus Rift zurück und könnte eher als Einstieg in die Welt der Virtual Reality dienen. Als Nachfolger für die hauseigene Oculus Rift ist die Neuentwicklung also nicht gedacht. Im Gegenteil: Laut Bloomberg arbeitet Facebook parallel an einem Prototyp mit dem Codenamen Santa Cruz, der als eine Art kabellose Oculus Rift dereinst das VR-System ersetzen könnte.