Schlechte Nachrichten für alle, die dem Jubiläums-Smartphone aus dem Hause Samsung mit hohen Erwartungen entgegenfiebern. Ein neuer Leak will offenbaren, dass der erste In-Display-Fingerscanner der Südkoreaner unter bestimmten Bedingungen nicht funktioniert – eine potenzielle Gefahrenquelle für das Gerät.

Eine kleine Unachtsamkeit und das geliebte Luxus-Smartphone liegt auf dem Boden. Im schlimmsten Fall ist das Display gesprungen. "Spider App" nennen Netizens den Fauxpas hämisch.

Glaubt man einem Leak auf Twitter, könnte das Samsung'sche Jubiläums-Smartphone Galaxy S10 Gefahr laufen, die "Spider App" in Serie zu sammeln. Angeblich soll der Display-Schutzfolien-Produzent Armadillotek mehrere seiner Produkte auf dem Galaxy S10 getestet haben – mit dem Ergebnis, dass der heiß ersehnte In-Display-Fingerscanner des Geräts nicht mehr funktionierte.

Probleme mit der Ultrasonic-Technologie?

Bereits Anfang 2018 verbaute der chinesische Underdog Vivo einen In-Display-Fingerscanner in einem seiner Prototypen. Im Laufe des Jahres folgten Hersteller wie Oppo, OnePlus und Huawei mit Under-Display-Scannern. Schenkt man CEO  Lin Bin Glauben, arbeitet Xiaomi mittlerweile sogar daran, den Scanner unter dem gesamten Display zu verbauen.

Um da nicht hinter der Konkurrenz herzuhinken, verkündete Samsung, an einer speziellen Ultrasonic-Technologie zu arbeiten, die den Entsperr-Mechanismus zuverlässiger, schneller und akkurater machen will. Allerdings könnten diese Vorteile einen faden Beigeschmack erhalten, sollten sich die Informationen von Armadillotek bestätigen.

Möglicherweise wird die Ultrasonic-Technologie durch eine Schutzfolie aus Glas oder Plastik in ihrer dreidimensionalen Messung des individuellen Fingerabdrucks beeinträchtigt. Der In-Display-Fingerscanner könnte damit unbrauchbar werden.

Eine Frage des Materials?

Allerdings gibt Armadillotek nicht an, welche Arten von Schutzfolien getestet wurden, die den Ultrasonic-Fingerscanner unbrauchbar machten. Glas? Plastik? Ein völlig anderes Material? Wer weiß.

Möglicherweise plant Samsung sogar, eigene – also exklusive – Schutzfolien für die Galaxy-S10-Reihe auf den Markt zu bringen. Denn eines ist sicher: Auch die Entwickler dürften von der Unbeliebtheit der "Spider App" wissen. Es scheint unwahrscheinlich, dass Samsung die (potenzielle) Beliebtheit seines Galaxy S10 wegen einer vermeidbaren Dysfunktion aufs Spiel setzt.

In gut einem Monat dürften wir mehr wissen. Am 20. Februar wird das Galaxy S10 in San Francisco der Öffentlichkeit präsentiert. Das Unpacked-Event kann per Livestream auf www.samsung.com weltweit mitverfolgt werden.