Das Galaxy S9 soll über einen verbesserten Irisscanner verfügen, das berichtet der Korea Herald unter Berufung auf einen Insider. Die neue Technologie sei schneller und funktioniere auch bei widrigen Bedingungen besser als das Pendant im Galaxy S8.

So soll die Kamera für den Irisscanner im Galaxy S9 mit 3 Megapixeln auflösen und insgesamt schneller arbeiten. Beim Vorgänger und im Galaxy Note 8 sind es 2 MP. Dadurch verbessere sich die Erkennung etwa für Brillenträger. Auch bei schummrigem Licht oder in einer zu hellen Umgebung erhöhten sich die Erfolgschancen für einen Irisscan. Selbst Augenbewegung erlaube die verbesserte Hard- und Software.

Bald auch Einsteiger-Geräte mit Irisscanner

Dem Tippgeber zufolge sollen Irisscanner in Zukunft nicht nur Samsungs Topmodellen vorbehalten bleiben. Erste Einsteiger-Geräte mit dem Sicherheitsfeature seien jedoch frühestens Ende 2018 zu erwarten. Davon würde vor allem auch die Sicherheit des Bezahldiensts Samsung Pay profitieren. Das Unternehmen selbst betonte in der Vergangenheit, dass ein Irisscanner die sicherste Methode sei, um Smartphones biometrisch zu entsperren. Derzeit lassen sich Transaktionen in der Samsung-Pay-App aber auch per Fingerabdruck freigeben.

Konzept Samsung Galaxy S9
Inoffizielles Konzept: So könnte es aussehen, das Samsung Galaxy S9. (© 2017 Benjamin Geskin/Twitter)

Ganz Fälschungssicher sind biometrische Sicherheitsvorkehrungen jedoch nicht. Mit einer Maske gelang es Sicherheitsexperten etwa, Face ID im iPhone X zu überlisten. Mitglieder des Chaos Computer Clubs demonstrierten beispielsweise, dass ein hochauflösendes Foto für die Rekonstruktion eines Fingerabdrucks reicht. So stellten die Hacker einen Fingerabdruck von Ursula von der Leyen her, den sie während einer Pressekonferenz aufgenommen hatten. Das Problem bei Fingerabdruck und Co.: Da die Daten einzigartig sind, lassen sie sich nicht mehr verändern, sobald sie einmal gehackt wurden.

Gerüchte zu einem verbesserten Irisscanner im Galaxy S9 gab es erst vor wenigen Wochen. Zu dem Zeitpunkt war allerdings nur die Rede von verbesserter Software. Bleibt zu hoffen, dass das Feature auch in Sachen Sicherheit ein Update erfahren wird.