Kleines Smartphone im eingeklappten Zustand, kleines Tablet nach dem Entfalten: Diese Kombi könnte Samsungs Klapp-Smartphone Galaxy X bieten, das womöglich noch in diesem Jahr erscheint. Doch die Koreaner scheinen vorsichtig zu sein – wenn man sich die erwarteten Stückzahlen ansieht.

Wenn man ein Klapp-Smartphone entfalten muss, um zu browsen oder um etwas zu sehen, welchen Vorteil bietet es dann gegenüber einem Tablet? Diese Frage stellte ausgerechnet DJ Koh, CEO der Samsung-Mobilfunksparte, kürzlich in einem Interview. Dabei ist es ausgerechnet sein Brötchengeber, der sich gegenwärtig mit Huawei ein Duell um die Veröffentlichung des ersten faltbaren Smartphones liefert.

Ein Smartphone, zwei Displays

Die Gerüchteküche greift DJ Koh jetzt unter die Arme. Wie der Blog ETNews (via phoneArena) unter Berufung auf Industriekreise berichtet, wäre das Galaxy X (das in manchen Leak-Kreisen weiterhin auch als Galaxy F gehandelt wird) auch im eingefalteten Zustand durchaus ein vollwertiges Smartphone. Denn wie erwartet soll das Klapp-Handy 2.0 zwei Displays erhalten – deren mutmaßliche Dimensionen jetzt durchgesickert sind.

Zusammengeklappt wie das iPhone 8

Demnach ist außen am Gerät ein 4,6 Zoll großer Bildschirm angebracht. Der wäre groß genug, um auch im eingeklappten Zustand die Nachrichten und Mails zu checken, die Playlist zu steuern oder kleine Games zwischendurch zu spielen. Nur zur Erinnerung: Die immer größeren Displays, die gestern mit den 7,12 Zoll des Honor 8X Max einen neuen Höhepunkt erreichten, haben nicht nur Freunde. Das iPhone 8 zum Beispiel besitzt auch "nur" ein 4,7-Zoll-Display.

Innen wartet beim Galaxy X dann laut Quelle ein Display, das entfaltet eine Größe von 7,3 Zoll erreicht. Giganten wie das Honor 8X Max würden damit noch übertrumpft, durch die Falt-Technik wäre das Galaxy X dennoch hosentaschentauglich.

Samsung startet anscheinend vorsichtig

Ob die Smartphone/Phablet-Kombi viele Nutzer anspricht? Samsung scheint es erst einmal vorsichtig testen zu wollen. Laut der koreanischen Blogger plant das Unternehmen zunächst mit einer monatlichen Produktion von 100.000 bis 120.000 Einheiten. Das könnte weitsichtig sein. Manche Leak-Profis erwarten immerhin einen Preis von umgerechnet rund 1.550 Euro für das Galaxy X.