Auch am heimischen Schreibtisch mal schnell einen Chat mit Freunden und Kollegen starten: Google "Allo" will es schon bald möglich machen. Bisher war der Messenger nur für Mobilgeräte verfügbar. Doch vor dem Start auf dem Desktop-Rechner müssen sich die "Allo"-Nutzer noch etwas gedulden.

Im Wettbewerb mit "WhatsApp", "Telegram" oder dem "Facebook Messenger" blieb Googles "Allo" bislang nur die Rolle des Außenseiters. Das kann am breiten Angebot aus Mountain View liegen, von wo man mit dem "Google Messenger", "Hangouts" und "Duo" hauseigene Konkurrenten ins Rennen schickt. Ein weiterer Nachteil war bislang auch, dass sich "Allo"-Nutzer ausschließlich über ihre Smartphone-Geräte austauschen konnten. Das aber soll bald ein Ende haben.

Auf welche Weise kommt Allo auf die Desktop-Rechner?

"In einigen Wochen", berichtet Tech Viral, zieht der Messenger auch auf Desktop-Geräten ein. Das hat Google in einem Twitter-Beitrag bestätigt. Die meisten Hinweise deuten aktuell darauf hin, dass die Kalifornier dafür eine Web-Anwendung nach dem Vorbild von WhatsApp Web planen, bei dem die User über den Webbrowser auf ihren PCs und Macs chatten können. Der Clou: Es ist kein eigener Account nötig, über einen QR-Code werden Smartphone und Rechner schnell miteinander gekoppelt und synchronisiert. Laut 9to5Google denkt Google an eine ähnliche Lösung.

Möglich ist aber auch, dass Google seinem derzeitigen Lieblings-Messenger, der ja immerhin auch den Google Assistant integriert hat, eine eigene Desktop-App spendiert. Ob auf dem einen oder dem anderen Weg: Mit mehr Nutzungsoptionen könnte der "Allo"-Messenger neue Nutzer anziehen – und vielleicht schon bald ein gewichtigeres Wort im Konzert der Großen mitsprechen.