"Appsperiments" – unter diesem Motto hat Google drei neue Kamera-Apps veröffentlicht, die die Möglichkeiten der mobilen Fotografie neu ausloten. So können User ihre Smartphones zum selbstständigen Porträtfotografen ernennen, Video-Loops oder Comic-Strips aus eigenen Clip-Bildern erstellen. Und der nächste Streich folgt sogleich: Mit einer weiteren AR-App für Star-Wars-Fans. 

Was kann die mobile Fotografie? Welche Welten, welche Möglichkeiten werden sich dem User noch eröffnen, wenn Kameralinsen und Computertechnik der Smartphones immer stärker zusammenarbeiten? Eine ganze Reihe neuer Kamera-Apps von Google zeigt, was heute schon geht.

Pünktlich zum Start des neuen Star-Wars-Films "Die letzten Jedi" können Fans der Weltraum-Saga die Protagonisten der Reihe effektvoll per Augmented Reality in Szene setzen. Nach der Installation der App "AR-Sticker" findet der User in der Kamera-App seines Smartphones in den Fotomodi die entsprechenden Vorlagen, berichtet heise online. Zur Auswahl stehen zum Beispiel die putzigen Roboterhelden R2D2 oder BB-8, aber auch Figuren aus der Netflix-Serie "Stranger Things".

Mit dem Finger lassen sich die Science-Fiction-Helden einfach in die Bildervorschau ziehen und damit an jedem beliebigen Ort platzieren, von dem man ein Foto geschossen hat. Schatteneffekte und kurze Animationen sorgen für einen noch natürlicheren Eindruck. Die Spielerei ist aber vorerst nur einer kleinen Minderheit vorbehalten: Die "AR-Sticker" laufen nur auf einem Pixel-Smartphone mit Android 8.1 und aktueller ARCore-App.

Screenshot Storyboard
Die "Storyboard"-App verwandelt Videoszenen in Comicstrips. (© 2017 Google Research Blog)

"Appsperiments" kommen im Dreierpack

Was mit mobiler Fotografie alles möglich ist, zeigen auch die drei Kamera-Apps, die Google laut Google Research Blog unter dem Motto "Appsperiments" veröffentlicht hat. Die Apps im Einzelnen:

  • Storyboard: Diese App wählt aus einem Video die prägnanten Szenen heraus und verwandelt die einzelnen Motive in Comicbilder für den eigenen Comic-Strip. Sechs verschiedene Zeichenstile stehen zur Auswahl. Die App steht allerdings nur für Android zur Verfügung.
  • Selfissimo: Wer keinen Porträtfotografen engagieren will, kann die Aufgabe mit dieser App ans Smartphone übertragen. Mit einem Fingertippen startet eine Selfie-Session, bei der die App das "Model" zum Posieren auffordert und selbstständig Schwarz-Weiß-Fotos schießt. Die App gibt es sowohl für iOS als auch für Android.
  • Scrubbies: Nummer drei im Bunde wendet sich an die Videofilmer. Beim fertigen Clip kann mit dieser App die Geschwindigkeit und Richtung der Wiedergabe verändert werden für Video-Loops oder andere Effekte.