Google setzt auf Familien: Mit der Umstrukturierung seines Cloud-Dienstes Drive will der Suchmaschinenriese mehr Speicherplatz bei gleichzeitig sinkenden Nutzungskosten bereitstellen. Bis zu fünf Familienmitglieder könnten dann von der Cloud Gebrauch machen. Gleichzeitig erfolgt eine Taufe des übergreifenden Speicherplatzes. Der firmiert künftig unter "Google One".

Die Umstellung nimmt Google automatisch vor und schickt an betroffene Nutzer vorab eine Infomail. In den USA ist die Umstrukturierung von Drive und die Initiierung von Google One bereits gestartet, wie das Unternehmen auf seinem eigenen Blog berichtet. Der Rest der Welt soll wohl in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Bis dahin informiert der Konzern über die Vorteile der neuen Version – beispielsweise über mehr Speicherplatz, umfangreichere Möglichkeiten des Teilens und gemeinsamen Bearbeitens und der dafür gesunkenen Nutzungskosten.

Neuer Tarif: Mehr Inhalt, weniger Gebühr

So heißt es in dem von Pavni Diwanji verfassten Blogpost, Nutzer würden von verbesserten Speicher-Optionen profitieren, die je nach individuellen Bedürfnissen zwischen 15 GB und 30 TB rangieren. Wie viel digitalen Abstellraum ein Nutzer oder ein Familienverbund benötigt, könne mit dem neuen Modell besser mit Googles angebotenen Produkten vereinbart werden. Grundsätzlich sieht Google One folgende Preisstruktur vor:

  • 15 GB verbleiben gratis
  • 100 GB kosten 1,99 US-Dollar im Monat
  • 200 GB sind für 2,99 US-Dollar im Monat verfügbar
  • 2 TB werden mit 9,99 US-Dollar im Monat nun günstiger
  • 10 TB kosten künftig 99,99 US-Dollar monatlich
  • 20 TB sollen 199,99 US-Dollar pro Monat ausmachen
  • 30 TB für vier Wochen sind 299,99 US-Dollar wert

Sparfüchse können die Kosten zusätzlich drücken, indem sie jährliche Abonnements abschließen und von der monatlichen Bezahlung – und somit flexibleren Kündbarkeit – absehen.

Umstellung erfolgt schrittweise

Die Neuerung von Google Drive und die Bereitstellung von Google One erfolgt laut dem Unternehmen nicht auf einmal. Zunächst würde das Modell "One" nur einer begrenzten Anzahl an Nutzern zur Verfügung stehen, die vollständige Integration erfolge dann schrittweise.

Wer zu den Ersten gehören will, die über die geplante Neuerung in Deutschland informiert werden, kann sich bei Google direkt für einen Newsletter anmelden. Wann Google One nämlich hierzulande startet, ist noch unklar.