Angekündigt wurde es schon vor fast zwei Monaten – nun zieht die AI-Erkennungssoftware Google Lens endlich komplett in die Smartphones ein. Der Clou: Wird die Kamera des Pixel 2 nun direkt über ein Objekt gehalten, liefert Google Informationen darüber. Auch Kontaktdaten und Ähnliches lassen sich so sehr leicht abspeichern.

Was für eine Rasse ist der Hund des Nachbarn? Wer künftig die Kamera des Google Pixel 2 auf das Tier richtet, wird es innerhalb kürzester Zeit auf dem Display seines Smartphones angezeigt bekommen – Promenadenmischungen einmal ausgenommen. Wird hingegen eine URL vor die Kamera gehalten, öffnet sich die entsprechende Seite im Internetbrowser des Handys. Kontaktdaten müssen nicht mehr abgeschrieben werden, ein einfaches Foto genügt, und sie lassen sich dem Adressbuch zufügen.

Auf Reisen erklärt das Smartphone die Gebäude der Umgebung und ersetzt somit den Stadtführer. Und wer bei Freunden ins WLAN will, braucht auch nur noch die Kamera auf die Rückseite des Routers halten, schon holt sich das Smartphone vom dort befindlichen Aufkleber alle Infos, um sich einzuwählen – sofern das Passwort nicht nachträglich geändert wurde.

Google kündigte die Lens-Funktion in der Keynote an, ließ die User aber warten

Wer sich nun wundert, dass die Funktion ja so neu gar nicht ist – in der Tat: Denn angekündigt war Google Lens schon bei der Präsentation der zweiten Generation der Pixel-Smartphones Anfang Oktober. Doch selbst wer zu den ersten Besitzern eines Pixel-2-Geräts gehörte, konnte die Funktion nicht so nutzen, wie sie angekündigt worden war. Anfangs ließen sich nur über bereits geschossene Fotos Informationen erlangen. Der Kamera selbst fehlte die notwendige Verknüpfung zur Erkennungssoftware offenbar noch.

Nun gab Google bekannt, dass die Funktion in den kommenden Wochen verteilt werden soll. Zunächst kommen nur englischsprachige Nutzer aus den USA, UK, Australien, Kanada, Indien und Singapur in den Genuss der neuen Funktion. Bis auch alle anderen Pixel-2-Besitzer unkompliziert ihre Umgebung mithilfe der Kameralinse erkunden können, dürfte es aber auch nicht mehr allzu lang dauern.