In jüngster Zeit hielt sich Google in Sachen Virtual-Reality-Brille recht bedeckt. Lediglich ein kurzes Statement kam an die Öffentlichkeit: Man arbeite zusammen mit einem "führenden OLED-Hersteller" an einem High-End-Display für mobile Virtual Reality. Daraufhin folgte: Schweigen. Nun berichten israelische Insider von OLEDinfo über vermeintliche Specs von Googles neuem Gerät.

Google strebt nach Höchstleistung. Der Suchmaschinengigant hat sich ambitionierte Ziele für seine neue Serie VR-Brillen gesetzt. Bisher zeichnete sich die Daydream-Linie ohnehin schon durch flüssige Grafikdarstellungen und hochempfindliche Sensoren aus. Google scheint aber noch einen Schritt weiterzugehen und künftig auf neueste OLED-Technologie zurückgreifen zu wollen. Berichten der Insider von OLEDinfo zufolge plant der Marktriese eine Brille mit satten 4,3 Zoll in der Diagonale und ansehnlichen 1.443 PPI (Pixel per Inch) in Sachen Pixeldichte.

Extrem hohe Auflösung gegen Fliegengittereffekt

Bisher kämpfen VR-Brillen-Hersteller immer wieder mit unschönen Fliegengittereffekten. Fällt die Pixeldichte der digitalen Augengläser unter 600 PPI, nimmt der Nutzer kleine schwarze Punkte zwischen den einzelnen Bildpunkten wahr. Die Folge: ein unschönes Raster entsteht. Bisherige AMOLED-Displays bringen es im Schnitt auf 800 PPI. Google will hier mit 1.443 PPI deutlich aufstocken und die reale Pixeldichte dabei auf 5.500 x 3.000 Pixel erhöhen. Ein gestochen scharfes Ergebnis mit brillanter Farbqualität wäre der Brille so sicher.

Mit der Veröffentlichung der Daydream-Brille Ende 2016 machte Google Nutzern bereits Hoffnung auf eine spektakuläre Reise durch die digitale Realität, die eine völlig neue Perspektive auf das wahre Leben werfen sollte. Im Mai 2018 können sich Fans der neuen Wirklichkeit dann wahrscheinlich auf ein spürbares – und vor allem sichtbares – Update freuen.

Präsentation auf der SID 2018?

Insidern zufolge soll die Präsentation der neuen VR-Brille im Mai 2018 erfolgen. Angeblich wolle Google sein neues, hochauflösendes Modell dann auf der SID präsentieren – und den Partner veröffentlichen, der mit dem Marktriesen zusammen an der Herausforderung OLED arbeitet. Denkbar wären hier Kooperationen mit Samsung oder LG, mag man OLEDinfo Glauben schenken.