Das Telekommunikationsunternehmen HTC will in diesem Jahr offenbar eine VR-Brille auf den Markt bringen, die nicht mehr so stark von einem Smartphone abhängig ist und sich dadurch deutlich von anderen VR-Brillen wie Samsungs Gear absetzen soll. Die HTC-Neuentwicklung soll mit dem derzeitigen Smartphone-Flaggschiff U Ultra kompatibel sein.

Wie cnet.com berichtet, hat HTC-Finanzchef Chia-lin Chang in einem Interview gesagt, dass ein solches Gerät bereits in den kommenden Monaten präsentiert werden soll. Bei dieser autarken Brille könnten alle nötigen Bestandteile direkt in die VR-Einheit integriert sein, ein zusätzliches Display werde nicht zwingend benötigt. Das heißt, dass das U Ultra dann nicht mehr ins Gestell eingespannt werden müsste. Möglich sei, dass das Smartphone kabellos mit der VR-Brille kommuniziert.

Das wäre eine Lösung, die sich an der VR-Brille von LG orientiert. Diese besitzt ein eigenes Display, wird allerdings noch per Kabel mit dem Smartphone verbunden. Auch andere Hersteller wie Qualcomm und Oculus haben ähnliche Ideen in der Pipeline. Doch der taiwanische Hersteller HTC hat bereits bewiesen, dass er gute VR-Brillen produzieren kann. Das HTC Vive für den PC etwa ist ein High-End-Produkt. Nun folgt offenbar eine mobile VR-Brille, die ebenfalls Maßstäbe setzen soll.

VR-Technik bald auch auf Smartphones?

Zuletzt erregte HTC zudem mit einem Promovideo für Aufsehen, das ein Smartphone mit dem Schriftzug "HTC Vive" zeigte. Der Clip wurde von Branchenkennern als Hinweis gewertet, dass das Unternehmen planen könnte, seine VR-Technik auch auf Handys auszuweiten. Doch zumindest auf dem letzten großen Firmenevent wurde noch kein Smartphone in dieser Richtung präsentiert. Aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen.