Bei einem Hackerangriff auf das soziale Netzwerk Instagram haben Kriminelle sechs Millionen Datensätze von Nutzern erbeuten können und bieten diese nun zum Verkauf an. Zunächst sollten nur Accounts von Prominenten betroffen sein, doch offenbar sind auch diverse Daten "normaler" Nutzer gestohlen worden.

Diese Datensätze werden nun auf einer Internetseite angeboten, wo sie durchsucht und für zehn US-Dollar pro Stück erworben werden können, berichtet ZDNet. Bei den zum Verkauf stehenden Daten soll es sich allerdings ausschließlich um E-Mail-Adressen und Telefonnummern handeln, nicht um Passwörter, teilte die Facebook-Tochter auf ihrem Blog mit. Zudem geht Instragram-Technikchef Mike Krieger davon aus, dass nur ein "geringer Anteil aller Instagram-Accounts" betroffen sei.

Grund für das Datenleck sei ein inzwischen behobener Programmierfehler gewesen, der die E-Mail-Adressen und Handynummern von Konten offen zugänglich machte – auch wenn die User diese Informationen privat halten wollten.

Vorsicht bei ungewohnten Mails und Anrufen

Instagram-Nutzer sollten bei ungewohnten Mails, SMS oder Anrufen in Zukunft besondere Vorsicht walten lassen und keine Anhänge öffnen. Zudem sollten sie ihr Kennwort beim Login aus Sicherheitsgründen ebenfalls ändern, auch wenn diese wohl nicht gehackt wurden. Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ebenfalls ratsam. Dabei wird die normale Anmeldung um die Eingabe eines Sicherheitscodes, der auf das Smartphone gesendet wird, erweitert und abgesichert.

Auf einer Internetseite des Hasso-Plattner-Instituts können Instagram-Nutzer ihre E-Mail-Adresse eingeben und schauen, ob ihre Identitätsdaten im Internet bereist ausspioniert wurden. 

Erst vor wenigen Wochen hatten es Hacker auf die Daten von fast fünf Millionen Nutzern des Google-Browsers Chrome abgesehen.