Seit Oktober 2014 konnten Apple-Nutzer für ihr iPhone, iPad und iPod touch auf einer Status-Website überprüfen, ob ihr Gerät mit einer Aktivierungssperre versehen ist. Doch diese Seite wurde nun offline genommen. Der Grund: Offenbar war es Hackern möglich, die Aktivierungssperre der iOS-Geräte durch eine Änderung der Seriennummer zu umgehen.

Von Apple selbst kam bisher zwar noch keine offizielle Begründung, doch ein Video legt diesen Schluss nahe. So soll ein Angreifer einen Chip aus dem Gerät entnehmen und modifizieren können, um auf diese Weise die Seriennummer zu ändern. Auf der nun verschwundenen Website konnte der Hacker dann feststellen, ob die neu erstellte Nummer frei oder gesperrt war.

Wie apfelnews.de berichtet, war einigen Nutzern in der jüngeren Vergangenheit aufgefallen, dass ihr Gerät auf wundersame Weise mit einer ihnen fremden Apple-ID gesperrt wurde.

Aktivierungssperre soll Diebstahl unattraktiv machen

Die Aktivierungssperre hindert andere Personen daran, die Geräte nach einem Verlust oder Diebstahl zu verwenden. Sie wird automatisch eingeschaltet, wenn die Funktion "Mein iPhone suchen" aktiviert wird. Über das nun nicht mehr verfügbare Online-Prüf-Tool konnten sich Apple-User nach dem Kauf eines gebrauchten Gerätes vorab informieren, ob ihr neues Handy oder Tablet noch mit einer Apple ID verknüpft ist – und damit unter Umständen geklaut wurde.

Auch auf der Support-Seite von Apple findet das Prüf-Tool keine Erwähnung mehr. Apple empfiehlt stattdessen, ein gebrauchtes iOS-Gerät vor dem Kauf testweise einzuschalten, um zu sehen, ob die Inhalte und Einstellungen komplett gelöscht wurden. Bei einem Onlinekauf gestaltet sich dies natürlich schwierig, da der Verkäufer das Gerät in der Regel mit der Post versendet.

Die Aktivierungssperre an sich funktioniert jedoch weiterhin. Sobald Apple eine offizielle Stellungnahme abgibt, werden wir diesen Artikel aktualisieren.