Snapchat und Instagram haben die Suche nach GIFs über Giphy vorübergehend unterbunden. Der Grund dafür ist ein aufgetauchtes rassistisches GIF, das eine manuelle Überprüfung aller Bewegtbilder nach sich zog.

Offenbar haben sich gleich mehrere Nutzer über ein offensichtlich rassistisches GIF beschwert, das sowohl bei Instagram als auch bei Snapchat über die Giphy-Suchfunktion angeboten wurde. Laut The Verge entfernten beide Unternehmen daraufhin die Suchfunktion über die populäre Plattform aus ihren Apps. Doch es blieb nicht bei dieser Sofortmaßnahme.

Offizielle Statements

Snapchat meldete sich nach dem Vorfall mit einem offiziellen Statement: Giphy sei aus der App entfernt worden. Dies sei so lange der Fall, bis sichergestellt sei, dass etwas Vergleichbares nie wieder passiere. Die Richtlinien von Giphy sollten Inhalte dieser Art eigentlich verhindern. Auch Instagram äußerte sich: Diese Inhalte haben keinen Platz auf Instagram. Wir haben unsere Giphy-Integration gestoppt und untersuchen den Vorfall.

Giphy selbst hat ebenfalls eine Stellungnahme herausgegeben: Demnach sei ein Bug dafür verantwortlich gewesen, dass der rassistische Sticker durch die Filter gerutscht ist. Der Bug sei mittlerweile gefixt und alle Animationen würden nun einmal händisch überprüft, um einen ähnlichen Vorfall auszuschließen. Giphy übernimmt die Verantwortung für den Vorfall und entschuldigt sich bei allen Nutzern, die sich durch den besagten Sticker beleidigt gefühlt haben.

Giphy-Integration noch nicht alt

Auf dem Sticker, der bei der Suche nach GIFs sowohl in Snapchat als auch in Instagram auftauchen konnte, wurden offenbar Menschen mit dunkler Hautfarbe verunglimpft. Bleibt zu hoffen, dass ähnliche Sticker in Zukunft nicht durch die Raster von Giphy rutschen – auch damit Nutzer von Instagram und Snapchat sich weiter an den vielen lustigen GIFs erfreuen können.

Die Giphy-Integration bei Snapchat ist relativ neu: Erst seit Ende Februar 2018 bietet die App die Möglichkeit, über die Plattform nach GIFs zu suchen. Instagram bietet diese Option bereits seit Ende Januar an – beide Apps liefern sich seit Längerem ein Wettrennen um Features dieser Art und kopieren sich häufig gegenseitig.