Wem das unaufhörliche Wachstum der aktuellen Smartphones gegen den Strich geht, der sollte vielleicht mal nach Japan schauen: Dort kommt in diesen Tagen das NichePhone-S auf den Markt – ein Winz-Handy im Format einer Kreditkarte. Mini ist auch der Preis: Für weniger als umgerechnet 100 Euro ist die Neuheit zu haben.

Das Nichephone-S ist ein winziges Handy auf Android-Basis, das mit der etwas älteren Version 4.2 des Betriebssystems auf den Markt kommt. Es wird von der Firma FutureModel in Japan herausgebracht wird, schreibt The Verge. Das Gerät wiegt nur 38 Gramm, ist nicht größer als eine Kreditkarte und findet damit auch in der Geldbörse Platz.

NichePhone-S unterstützt nur 3G-Verbindungen

Dafür muss das NichePhone-S mit rudimentären Funktionen auskommen: Telefonie, SMS, Bluetooth und immerhin auch WLAN-Tethering sind gegeben. Es unterstützt jedoch lediglich 3G-Verbindungen, die in der heutigen Zeit dank des Datenturbos LTE sehr langsam wirken. Moderne Apps laufen auf dem Gerät ebenfalls nicht.

Darüber hinaus soll allerdings auch das Streamen von Musik möglich sein sowie das Aufnehmen von Audio-Dateien – also ein Diktiergerät im Kleinstformat. Inhalte werden auf einem 0.96-Zoll-Monochrom-Display mit 128 x 64 Pixel dargestellt. Das NichePhone-S hat pysische Tasten verbaut bekommen, dank derer die Eingabe wohl einfacher wird. Der 550 mAh starke Akku soll für ein Handy dieser Größe völlig ausreichend sein.

Das NichePhone-S
Das NichePhone-S ist nicht größer als eine Kreditkarte. (© 2017 FutureModel)

Für 75 Euro das perfekte Zweitgerät

Geladen wird das NichePhone-S mit einem USB-Kabel, zum Telefonieren muss eine Nano-SIM-Karte eingelegt werden. Preislich liegt das Handy bei umgerechnet etwa 75 Euro. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz und Weiß.

Damit dürfte es zumindest als Zweitgerät attraktiv sein, das auf der Joggingrunde nicht stört oder in die Abendgarderobe passt, um im Notfall erreichbar zu sein. Für eine selbstverordnete WhatsApp- und Facebook-Pause eignet sich das NichePhone-S natürlich auch. Dass es allerdings auch offiziell nach Deutschland kommt, ist eher unwahrscheinlich.