Die Jagd ist eröffnet: Welche noch unbekannten Features verstecken sich in Apples neuem Mac-Betriebssystem macOS High Sierra? Was bringen die Neuerungen? Wo gibt es noch Fehler? Alle diese Fragen sollen die Tester der Beta-Version klären. Ab jetzt steht sie auch den privaten Apple-Fans zur Verfügung.

Obwohl Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC am Pfingstmontag Anfang Juni viele Neuerungen seiner Betriebssysteme vorgestellt hatte, entdeckten die Beta-Tester von iOS 11 in den Folgewochen immer wieder neue Features, die im Trubel um die vielen Highlights nicht genügend Aufmerksamkeit fanden. Wiederholt sich bei macOS jetzt Geschichte? Zwei Tage nach dem Start der Public Betas für iOS 11, tvOS 11 und watchOS 3.2.2 ist jetzt auch die Beta von macOS High Sierra für alle verfügbar. Wer mittesten will, kann sich bei Apple dafür registrieren. Es ist aber in jedem Fall empfehlenswert, vor der Installation des Betriebssystems ein Backup zu erstellen.

Die wichtigsten Änderungen sind für den Nutzer nicht sichtbar

Die meisten Änderungen durch macOS sind für den User gar nicht sichtbar, sondern stecken unter der Haube, wie The Verge analysiert. Dazu gehören eine neue 64-Bit-Architektur, ein Tracking-Schutz bei Safari oder Sicherheits-Updates gegen Systemabstürze. Außerdem wird HEVC als neuer Video-Standard eingeführt, der ein Video bis zu 40 Prozent besser komprimieren soll. Auch neu: das Dateisystem Apple File System (APFS), in das die Daten auch schon auf iOS, watchOS und tvOS konvertiert werden.

Für die Nutzer dürften aber diese Neuerungen stärker im Vordergrund stehen:

  • Mail: Nachrichten in der Mail-App werden standardmäßig komprimiert, was bis zu 35 Prozent weniger Platzbedarf bedeuten soll. Mit den "Top Hits" lassen sich die meistgelesenen Nachrichten oder die Kontakte mit dem stärksten Mailverkehr herausfiltern.
  • Die Foto-App erhält eine neue Benutzeroberfläche und neue Bearbeitungstools, darunter eine Option zum Vergleich zwischen Original und bearbeitetem Foto.
  • Daten in der iCloud können wie bei Dropbox und Co. mit anderen geteilt und gemeinsam bearbeitet werden.
  • Siri erhält eine natürlichere Stimme und weiß in Musikfragen besser Rat.
  • Spotlight kann jetzt den Flugstatus tracken.

macOS High Sierra soll auf allen Rechnern laufen, auf denen auch macOS Sierra läuft.