Facebook macht den nächsten Schritt in die dritte Dimension: Auf seiner Entwicklerkonferenz F8 im kalifornischen San José, die gestern endete, stellte der Social-Media-Gigant die Pläne für eine neue 360-Grad-Kamera vor. Damit sind erstmals auch Bewegungen im virtuellen Raum möglich.

Wer sich bislang mit einer VR-Brille im dreidimensionalen Raum umsieht, bleibt doch immer an einem festen Punkt stehen. Egal, ob man den Kopf vor oder zurück, hoch oder runter bewegt: der Ausgangspunkt bleibt stets derselbe. Die Kameras, die Facebook jetzt vorstellte, sollen einen Schritt weiter gehen. Mit sechs oder sogar 24 Kameras sollen die handlichen Geräte auch die Entfernung einzelner Punkte erfassen können und auf diese Weise zusammen mit der passenden Software die räumliche Tiefe darstellen. Bewegt dann der Zuschauer bei seinem virtuellen Rundgang den Kopf oder den Oberkörper nach vorn, kommt ihm der Raum auch tatsächlich entgegen. "x6" und "x24" sollen die Kameras heißen, dazu kommt der Beinamen "Surround 360 Open Edition". Die Geräte, feiert Facebook, seien ein "Game Changer" für Virtual Reality.

Facebook lässt seine VR-Kamera von anderen produzieren

"Unser Ziel ist simpel", erklärte demnach Facebook-CTO Mike Schroepfer. "Wir wollen, dass mehr Leute großartige, immersive 360-Grad- und 3D-Inhalte produzieren." Deshalb wollen die Social-Media-Experten auch nicht selbst als Hersteller auftreten, sondern wie schon beim Vorgänger Surround 360 anderen Produzenten die Konstruktionspläne und die Software zur Verfügung stellen. Diesmal allerdings nicht als Open Source, sondern an lizenzierte Partner. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Kameras auf den Markt kommen.