Welche Smartphones bekommen ein Sicherheitsupdate für Meltdown und Spectre? Eine italienische Webseite liefert die Antwort: Der Smartphone-Anbieter Ricompo hat eine Liste erstellt, die auf Herstelleraussagen basiert. Wer möchte, führt einfach eine automatische Prüfung durch.

Die Tabelle ist nach Erscheinungsjahr und Hersteller sortiert. So erfahren Besitzer eines Galaxy S4 oder S5 beispielsweise, dass kein Update geplant ist, Samsung-Smartphones ab 2014 aber eine Aktualisierung für Meltdown und Spectre erhalten sollen. Dazu zählen unter anderem das Galaxy A5 (2015) und die Modelle der J-Familie. Wer die Liste nicht durchstöbern möchte, besucht die Seite mit seinem Smartphone und tippt auf den Button Verify now!, um eine Antwort zu erhalten.

Viele Hersteller planen Updates

Insgesamt sind in der Liste sieben Hersteller aufgeführt: Neben Samsung sind das Apple, HTC, LG, Motorola, Huawei und Honor. Andere Hersteller sind zwar nicht in der Übersicht vertreten, das bedeutet aber nicht, dass kein Update geplant ist. Angaben zu Sony etwa finden sich bei Ricompo zwar keine, aber das Unternehmen hat im offiziellen Support-Forum bereits ein Update angekündigt. Offen ist dabei aber, welche Modelle eine Aktualisierung erhalten werden.

Schaut man sich die Liste der anderen Hersteller an, dann beschränken die meisten Anbieter Ihre Updates auf Geräte ab einschließlich 2015, mit Ausnahme von Honor und Apple. So ist offenbar noch für das Honor M8 von 2014 ein Patch geplant, während Apple auch noch das iPhone 5S von 2013 versorgt respektive alle Modelle, auf denen iOS 11 läuft.

Meltdown und Spectre Liste
Dieser Tabelle entnehmen Sie, ob ein Update für Ihr Smartphone geplant ist. (© 2018 9to5Google)

Updates reichen womöglich nicht

Meltdown und Spectre sind nicht nur bei Smartphones ein Thema: Die Sicherheitslücken betreffen auch PCs mit Intel- oder AMD-Prozessor, Server und auch so manches Gadget. Auch Intel hat bereits Patches angekündigt, wobei sich das Problem durch Software womöglich niemals komplett beseitigen lassen – die Ursache liegt nämlich in der Chip-Architektur selbst. Wirkich sicher wird also wohl nur eine neue Prozessor-Generation sein.