In den Kampf um die Handgelenke der Kunden greift jetzt auch Microsoft ein: mit einer eigenen Windows 10 Smartwatch. Allerdings hat man in Redmond nicht die breite Consumer-Masse im Blick. Stattdessen sollen die digitalen Anzeiger vor allem im Businessbereich für Furore sorgen.

Die Windows 10 Smartwatch gehört zu einer ganzen Reihe von Produkten und Dienstleistungen für die Industrie 4.0, die Microsoft in einem Blog-Beitrag ankündigte. Neben der smarten Uhr sollen zum Beispiel eine Mixed Reality Plattform und eigene Roboter die Effizienz und Sicherheit in Firmen erhöhen. Die Uhr preist Microsoft als Instrument für "intuitive und transparente Kommunikation" sowie für "höhere Produktivität und freie Hände für die Arbeit" an.

Um den Fokus auf das Business zu setzen, benutzt Microsoft weder den Begriff Smartwatch noch Gadget. Stattdessen handle es sich bei ihrem Produkt um ein "IoT Wearable", also ein tragbares Gerät aus dem Internet der Dinge. Die Kalifornier hoffen, dass ihre Entwicklung überall dort zum Einsatz kommt, wo die Informationen sonst mit der Hand weitergetragen werden, etwa die Daten der Warenerfassung auf einem Tablet oder Patientendaten im Krankenhaus in einer eigenen Akte.

Nur wenige technische Details zur Windows 10 Smartwatch bekannt

Die Smartwatch, die nicht Smartwatch genannt wird, soll ein 1,54 Zoll großes Display hinter kratzfestem Gorilla Glass 3 bekommen, über eine Cloud-Anbindung verfügen und sowohl WLAN als auch Bluetooth unterstützen. Microsoft hat außerdem einen großen internen Speicher sowie ausreichend Akku-Leistung für sämtliche Business-Funktionen angekündigt, die an einem Arbeitstag anfallen. Die Windows UWP Apps, die auf allen Endgeräten laufen, werden aber vermutlich für das Mini-Display noch angepasst. Mehr Informationen soll es erst in ein paar Monaten geben. Dann wird sich zeigen, ob mit der Windows 10 Smartwatch neue Zeiten in der Industrie anbrechen.