In wenigen Tagen beginnt die Massenproduktion des smarten "Volterman"-Portemonnaies. Die Entwickler fanden fast 10.000 Geldgeber per Crowdfunding. Was macht die Geldbörse so schlau?

Gibt es eine Welt voller Gegenstände ohne Bluetooth, KI, Sensoren und Co.? Falls ja, wird sie nicht Erde genannt. Denn auf diesem Planten erobern smarte Produkte jeden Lebensraum. Im Smart Home werden Kaffeemaschine, Licht, Heizung und Garagentor schon längst über das Smartphone gesteuert – oder sie gehen gleich selbstständig zu Werke. Papierflieger, Zahnbürste und Hula-Hoop-Reifen stehen ihnen da kaum nach. Nur ausgerechnet unsere Hosentasche ist smartfreie Zone?

Das kann nicht sein, dachte sich das Start-up Volterman und sammelte auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo über eine Million US-Dollar für eine smarte Geldbörse ein. Am 25. Oktober soll jetzt die Massenproduktion starten. Knapp 10.000 Unterstützer warten auf die Auslieferung, für die Februar kommenden Jahres angepeilt wird.

Die Geldbörse öffnet das Tor zum World Wide Web

Natürlich muss ein smartes Portemonnaie mehr auf dem Kasten haben als "nur" Geld ein sicheres Plätzchen zu bieten. Deshalb dient die Volterman-Variante auch als weltweiter WLAN-Hotspot, mit dem der Internetzugang bis zu dreimal günstiger sein soll als mit den Smartphone-Auslandstarifen der meisten Anbieter. Wer dennoch zum Handy greift und neuen Saft benötigt, dem liefert die integrierte Powerbank frische Energie – entweder über Kabel oder bei einem geeigneten Smartphone auch einfach kabellos per Auflegen.

Sollte man die Geldbörse nicht irgendwo vergessen, schlägt das verbundene Smartphone Alarm, ein GPS-Chip im Innern des Portemonnaies weist dem Suchenden den Weg zum Ziel. Eine kleine Kamera zeichnet auf, welcher Langfinger oder freundliche Finder die Geldbörse zwischenzeitlich in den Händen hielt.

Das Volterman-Portemonnaie gibt es in drei Ausführungen: als klassische Geldbörse, als kleine Reise-Variante und als reinen Kartenhalter. Eines allerdings fehlt allen drei Versionen: ein Münzfach.