iOS 11 steht kurz vor dem Start und damit auch größere Veränderungen und Neuerungen wie ARKit und Face ID. Apple hat in diesem Zuge die Richtlinien für den App Store aktualisiert. Entwickler müssen nun einige Dinge mehr beachten, wenn sie wollen, dass es ihre Anwendung in den Store schafft. 

Schon am morgigen Dienstag beginnt der Rollout von iOS 11. Mit der neuen Version des Apple-Betriebssystems kommt das ARKit, womit Entwickler Augmented-Reality-Apps bauen und diese testen können. Die geänderten Richtlinien für den App Store betreffen unter anderem jenes Feature. So sollen die ARKit-Apps laut 9to5Mac ein "reichhaltiges und allumfassendes Augmented-Reality-Erlebnis" bieten. Einfache AR-Elemente wie einzelne und nachahmende Objekte und Animationen reichen nicht aus, um sich als Anwendung für ARKit zu qualifizieren.  

Neue App Store-Richtlinien: Kein Face ID für Kinder

Zudem müssen Apps, die auf Face ID, den neuen Gesichtsscanner für das iPhone X zugreifen, dies über das Framework LocalAuthentication tun. Für Nutzer unter 13 Jahren sollen sich die Entwickler außerdem eine alternative Entsperr-Methode überlegen. Die neuen App Store-Richtlinien untersagen die Nutzung von Face ID zur Authentifizierung von jüngeren Usern.

Auch gegen vermeintliche Virenscanner im App Store will Apple mit den neuen Regeln in den Review Guidelines vorgehen. Drittentwicklern ist es technisch gar nicht möglich, solche Apps für das iOS-System herzustellen. Daher sollen Anwendungen, die versprechen, Malware vom iPhone zu entfernen, in Zukunft aus dem Store verbannt werden.

Eine weitere kleinere Änderung betrifft Geldgeschenke von Nutzer zu Nutzer. Apple erlaubt dies fortan unter zwei Bedingungen: Das Geschenk muss für den Geber optional sein und die gesamten Geldmittel sollen dem Empfänger zukommen. Auch gegen Diskriminierung, Menschenhandel und Ausbeutung von Kindern will Apple verstärkt vorgehen und verankert dies noch einmal in den App Store-Richtlinien.