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Smartphones

Poli­zei warnt: Fake-Mail fragt Kre­dit­kar­ten­da­ten von Whats­App-Nut­zern ab

Schon wieder geraten WhatsApp-Nutzer ins Visier skrupelloser Betrüger.

Neue Phis­hing-Mails, die ver­meint­lich von Whats­App stam­men, gehen der­zeit um. Davor warnt jetzt sogar die Poli­zei. Abge­se­hen haben es die Kri­mi­nel­len offen­bar auf sen­si­ble Daten ver­un­si­cher­ter Nutzer.

Nach­dem gera­de erst bekannt wur­de, dass bereits seit 2014 ein bis­her unent­deckt geblie­be­ner Tro­ja­ner Unbe­fug­ten Zugriff auf Android-Smart­phones erlaubt – wir berich­te­ten ges­tern dar­über – folgt schon der nächs­te Auf­re­ger. Die Poli­zei selbst warnt nun erneut vor einer per­fi­den Abzock­me­tho­de im Zusam­men­hang mit dem Whats­App-Mes­sen­ger – mit­hil­fe von gefälsch­ten E‑Mails.

So ist einem von der Poli­zei Nie­der­sach­sen ver­öf­fent­lich­ten Bei­spiel­bild einer sol­chen Mail zu ent­neh­men, dass der Absen­der vor einem voll­stän­di­gen Ver­lust der via Whats­App aus­ge­tausch­ten Daten warnt – also sämt­li­chen Chat­ver­läu­fen, Bil­dern, Vide­os und Doku­men­ten. Dem­nach lau­fe ein betrof­fe­nes Kon­to inner­halb von 48 Stun­den ab, soll­te sich der Nut­zer nicht recht­zei­tig neu registrieren.

Nut­zer wer­den unter Druck gesetzt

Um die­sem Sze­na­rio zu ent­ge­hen, wird der Emp­fän­ger auf­ge­for­dert, auf einen Link namens “Zah­len” zu kli­cken, um die gefor­der­ten 0,99 Dol­lar für ein wei­te­res Jahr zu ent­rich­ten. Auch Zah­lungs­op­tio­nen für drei und mehr Jah­re wer­den dort „bewor­ben“. Zwar ist Whats­App bekannt­lich kos­ten­los, das aber war nicht immer so. Allein schon des­halb könn­te so man­cher dar­auf rein­fal­len und vor­ei­lig der Auf­for­de­rung folgen.

Kre­dit­kar­ten­da­ten im Visier

Ohne­hin dürf­te es den Urhe­bern der Fake-Mails nicht um die Cent-Beträ­ge gehen. Viel­mehr haben es Kri­mi­nel­le in sol­chen Fäl­len auf die Kre­dit­kar­ten­da­ten ver­meint­lich pflicht­be­wuss­ter User abge­se­hen. Zwar erwe­cken Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik nicht unbe­dingt einen seriö­sen Ein­druck, der ein oder ande­re Nut­zer mag den­noch ver­un­si­chert wer­den und Gefahr lau­fen, auf den Trick hereinzufallen.

Einen ähn­li­chen Fall gab es bereits Ende ver­gan­ge­nen Jah­res. Auch damals war schlech­tes Deutsch ein ein­deu­ti­ges Warn­si­gnal. Wer tat­säch­lich in die Fal­le tappt, soll­te sich nicht erst lan­ge genie­ren, son­dern umge­hend die Kre­dit­kar­te sper­ren las­sen. Außer­dem emp­fiehlt die Poli­zei, im Anschluss bei der ört­li­chen Wache eine Anzei­ge schrei­ben zu lassen.

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