Kommt er oder kommt er nicht, der Fingerabdrucksensor, der direkt unter der Oberfläche des Displays steckt? Für das Samsung Galaxy Note9 gibt es jetzt eine neue Prognose, die davon ausgeht: ja, er kommt. Denn angeblich haben schon zwei Unternehmen die ersten Beispielprodukte zu Samsung geschickt, um den Auftrag für das Feature zu ergattern.

Hinter den neuesten Hinweisen steckt Ming-Chi Kuo vom thailändischen Onlinebroker KGI Securities. Der Analyst hat sich vor allem mit seinen Prognosen zu den Entwicklungen von Apple einen Namen gemacht. Vor zwei Monaten hatte sich Kuo schon einmal an eine Vorhersage zu Samsung gewagt und behauptet, das Samsung Galaxy Note9 würde einen In-Screen-Fingerabdrucksensor erhalten.

Nun legte er im Business Insider noch einmal nach. Demnach gebe es drei Interessenten, die Samsung einen optischen Fingerabdrucksensor unterhalb der Display-Oberfläche verkaufen wollen. Zwei davon – BeyondEyes und die Samsung-Tochter LSI – hätten sogar bereits Beispielprodukte an die Note9-Entwickler geschickt. Der Dritte im Bunde soll Synaptics sein, ausgerechnet ein Apple-Zulieferer.

Schließt Samsung die Lücke zu Face ID von Apple?

Das Rennen um die Zukunft der Authentifizierung auf Smartphones könnte damit in eine neue Runde gehen. Schließlich käme dann noch eine weitere Technik hinzu. Welche wird sich durchsetzen? Nach dem Iris-Scanner und dem physikalischen Fingerabdrucksensor schien eine Kombination wie der In-Screen-Fingerabdrucksensor der nächste logische Schritt, doch bislang hatte sich Samsung daran die Zähne ausgebissen.

Und auch Apple stellte die Entwicklung an einem solchen System ein und erfand stattdessen Face ID für das iPhone X. Diese Technik kann Samsung derzeit nicht kontern, denn bei der 3D-Erkennung habe Apple einen 18- bis 30-monatigen Vorsprung, schätzt Kuo. Der In-Screen-Fingerabdrucksensor könnte eine Zwischenlösung sein, bis Samsung nachziehen kann – denn in der 3D-Authentifizierung, ist Kuo überzeugt, liegt die Zukunft.