Seit Jahren ranken sich Gerüchte um Samsungs Falt-Smartphone, das sogenannte "Galaxy X". Nun sollen nähere Informationen über das Gerät und den geplanten Vorstellungstermin bereitstehen.

Lange Zeit galt "Valley" als der Codename, unter dem Samsung das spannende Smartphone mit flexiblem Bildschirm entwickelt. Nun will das südkoreanische Wirtschaftsportal The Bell laut einem Bericht von SlashGear herausgefunden haben, dass der Hersteller die Bezeichnung in "Winner", also "Gewinner", geändert hat. Außerdem gebe es mit dem MWC 2019 nun einen Termin für die Präsentation des Gerätes.

Drei Displays

Nicht nur zum möglichen Verkaufsstart, sondern auch zum Design des Smartphones gab es über die Jahre etliche Gerüchte. Mal sollte das Galaxy X wie ein Buch aufzufalten sein, mal sollten die beiden rechteckigen Displayhälften an ihren schmalen Seiten miteinander verbunden sein und ausgefaltet eher ein längliches Display ergeben. Nun soll feststehen: Samsung setzt nicht auf zwei, sondern sogar auf drei Bildschirme – und die sollen deutlich kompakter sein als die Displays der meisten aktuellen High-End-Smartphones.

Angeblich besitzen alle drei Anzeigen nur eine Diagonale von 3,5 Zoll und sind damit ebenso klein wie der Bildschirm des allerersten iPhone. Nur zwei der drei Displays seien aber miteinander verbunden: Sie sollen die Innenseiten eines aufklappbaren Gerätes bedecken und im ausgefalteten Zustand einen großen Bildschirm mit einer Diagonale von etwa 7 Zoll ergeben. Das dritte Display sei auf der Außenseite des Smartphones untergebracht und diene der schnellen Kontrolle eingegangener Nachrichten und dergleichen.

Kein Massenprodukt

Dem Bericht nach werde zurzeit angenommen, dass Samsung die genauen Spezifikationen etwa im November 2018 festlegen und in diesem Zuge auch mit der Beschaffung der Einzelteile für die Massenproduktion beginnen wird. So gigantische Stückzahlen wie der Konzern sie voraussichtlich für das Galaxy S10 benötigen wird, sollen dann jedoch gar nicht erforderlich sein: Offenbar betrachtet Samsung das Galaxy X nämlich eher als Test, um die Reaktionen der Nutzer auf das spezielle Design zu überprüfen.

Geplant sei zunächst nur das Angebot einer überschaubaren Zahl an Exemplaren. Dies hänge aber auch mit einem hohen Verkaufspreis zusammen. Das Galaxy X soll nämlich nicht wie die Geräte der Galaxy S-Reihe ein Premium-Smartphone für die Massen sein, sondern ein Spezial-Modell für Technikliebhaber, die sogenannten Early Adopter.

Ob Samsung das Galaxy X überhaupt in Deutschland anbieten wird und wie viel es dann kosten könnte, ist zurzeit noch ungewiss. Je näher der MWC Ende Februar 2019 rückt, desto mehr Gerüchte werden aber wohl auch zum nahenden Falt-Smartphone in Umlauf geraten.