Schluss mit Consumer-Kompromissen beim Thema 360 Grad. Samsung kündigt mit der 360 Round eine Kamera für Rundum-Aufnahmen an, die 4K-Videos in 3D aufzeichnen kann und professionellen Ansprüchen genügen soll.

Im März dieses Jahres präsentierte Samsung bereits eine neue Generation seiner 360-Grad-Kamera Gear 360. Während sich dieses Produkt eher an Consumer-Kunden richtet, macht der koreanische Hersteller nun mit seiner angekündigten 360 Round ernst. Die Rundum-Kamera hat neben sechs Mikrofonen sage und schreibe 17 Linsen an Bord, 16 davon sind paarweise rundherum angeordnet, eine zeigt nach oben.

Ein Set-up, das dem Nutzer ein Tool in die Hand gibt, das 4K-Videos mit 3D-Effekt bei 30 fps aufzeichnen kann – falls gewünscht sogar als Livestream. Das sogenannte Stiching, das Zusammenfügen der Bilder, setzt in einer solchen Konstellation von Natur aus große Rechen- und Speicherpower voraus. Dem setzt die 360 Round 10 GB Arbeitsspeicher und 40 GB internen Speicher entgegen. Letzterer kann entweder per SSD um bis zu 2 Terabyte oder über eine microSD-Karte um bis zu 256 GB erweitert werden.

360 Round: Sehr leise aber ohne Akku

Die heftige Leistung der Kamera fordert ihren Tribut: Die 360 Round hat keinen Akku und muss permanent an die Steckdose. Einen eigenen Kühler spart sich die 360-Grad-Kamera ebenfalls, was einen positiven Effekt hat: Das Gerät soll erstaunlich leise zu Werke gehen.

Die fast zwei Kilo schwere Kamera überträgt das Videomaterial via USB-C- und Ethernet-Port, das Gehäuse ist nach IP65-Standard geschützt vor Staub und Wasser. Die Samsung 360 Round soll im Dezember in den Verkaufsregalen liegen, allerdings nur in den USA. Ob der 360-Grad-Bolide auch nach Deutschland kommt und was er kosten soll, ist bislang nicht bekannt.