Samsung steht offenbar kurz vor einem echten Coup: Der koreanische Smartphone-Hersteller will auf der Display Week der Society for Information Display (SID) in Los Angeles noch diese Woche ein AMOLED-Display vorstellen, das nach Belieben verformt, also zum Beispiel von zwei Seiten gefaltet oder in die Länge gezogen werden kann.

Diese Deformation in alle Richtungen sei eine echte Neuheit, berichtet unter anderem The Korea Herald unter Berufung auf einen Samsung-Sprecher. Um bis zu zwölf Millimeter soll das im Durchmesser 23 Zentimeter große Display gestreckt werden können, ohne dass es zu Beschädigungen kommt. Danach kehrt das Panel einfach wieder in die ursprüngliche Form zurück. Samsung nennt die Neuheit "Dynamic Stretchable AMOLED Display".

Diese Technologie soll nicht nur in Smartphones zum Einsatz kommen, auch in Wearables, Internet-of-Things-Geräten und Auto-Displays sei eine Verwendung vorstellbar – vorausgesetzt, der Prototyp schafft es zur Marktreife. Denn die Implementierung in kommerzielle Produkte sei offenbar noch schwierig umzusetzen. Schon Anfang Februar war ein Patent aufgetaucht, das Samsung für ein faltbares Display eingereicht hatte.

Auch Apple und LG arbeiten an flexiblen Displays

Bisher konnten ähnliche Display-Entwicklungen nur in eine Richtung gebogen werden. Doch Samsung ist nicht der einzige Hersteller, der an flexiblen, falt- und rollbaren Displays arbeitet. Im Februar dieses Jahres hatte Apple ein Patent für ein Gerät eingereicht, das in ein dehnbares iPhone münden könnte. Auch LG Electronics verfolgt mit einem Smartphone, bei dem die obere Hälfte eines Displays eingeklappt werden kann, offenbar ähnliche Pläne.