Das Geschäft brummt. Zumindest im Hause Google. Der Suchmaschinenriese verkaufte im zweiten Quartal 2018 weltweit die meisten Smart Speaker – und schlägt damit seinen schärfsten Konkurrenten um mehr als eine Million vertriebene Exemplare.

Die Nachfrage an Smart Speakern stieg laut der Analytiker von Canalys weltweit mächtig an: Ganze 187 % legte der Markt allein im zweiten Quartal 2018 zu. Größter Nutznießer dieser Entwicklung ist der Suchmaschinenriese Google. Während sein Marktanteil im vergangenen Jahr noch bei gerade einmal 16,9 Prozent lag, legte er 2018 auf 32,3 Prozent zu.

Googles schärfster Konkurrent – Amazon – sackt dagegen von 82,3 Prozent Marktanteil auf 24,5 Prozent ab. Daran ist allerdings nicht nur Googles Wachstum "schuld". Denn ein ganz spezieller Markt stellte sich in 2018 als der lukrativste überhaupt heraus. Und da haben einheimische Big Player immer noch die Nase vorn.

Tabelle von Canalys zu Verkaufszahlen von Smart Speakern weltweit
Google ist und bleibt die Nummer Eins – zumindest, wenn es um die Verkaufszahlen von smarten Lautsprechern geht. (© 2018 Canalys / Twitter)

China wird zum Stolperstein

In realen Zahlen scheinen die prozentualen Angaben etwas greifbarer: Verkaufte sich der Amazon Echo im zweiten Quartal dieses Jahres 4,12 Millionen Mal, ging der Google Home ganze 5,43 Millionen Mal über den Ladentisch. Aber auch Google ist nicht vor weiteren Wettbewerbern gefeit. Denn der amerikanische Heimatmarkt wird zusehends unattraktiver – und das spürt auch Amazon.

Beide Unternehmen erreichen die höchsten Absätze in Amerika. Doch die USA wurden 2018 im Hinblick auf die Nachfrage an Smart Speakern von China übertroffen. Und dort verlässt man sich lieber auf einheimische Produzenten wie Alibaba und Xiaomi. Dafür dürfte vor allem die chinesische Sprache verantwortlich sein.

Macht die Sprache den Unterschied?

Ein großes Manko besitzt Smart-Speaker-Pionier Amazon nämlich: Der Echo spricht einfach nicht so viele Sprachen, ist also global gesehen nicht für jeden potenziellen Käufer interessant. Der Google Home dagegen zeigt sich multilingual ausgereift und kann so wahrscheinlich mehr Interessenten von sich überzeugen.

Aber inwiefern Google chinesische Muttersprachler mit Mandarin, Kantonesisch oder Zhuang problemlos bedienen kann, ist fraglich. Da dürften Xiaomi und Alibaba immer noch die Nase vorn haben.

Auffällig: Apples HomePod scheint irgendwo im diffusen Raum der "Anderen" mitzuschwappen. Ob Cupertino irgendwann noch aufholt? Eines ist klar: Google dürfte die Pole Position so schnell keiner streitig machen.