Ein Update bietet Snapchat-Usern ein hilfreiches und äußerst diskretes Feature sowie mehr kreativen Spielraum. Die Neuerungen schließen weitere Schriften und eine "Nicht stören"-Funktion ein, die Teil des fortschreitenden Redesigns der App sind. So will Snapchat vor allem eins: konkurrenzfähig bleiben.

Still und klammheimlich führte Snapchat bereits vor einigen Wochen die "Nicht stören"-Funktion ohne Ankündigung oder Feedbackrunde durch User ein. Wem dieses pfiffige Hintertürchen bisher noch nicht bewusst war, wird nun durch das offizielle Update rundum informiert.

Einzelne Personen oder Gruppen können durch einen cleveren Trick stumm geschaltet werden, ohne darüber eine Meldung zu erhalten. So werden störende Mitteilungen – oder Personen – einfach per Klick auf den Kontakt und Aktivieren der Schlummer-Taste ausgeblendet. Eine Funktion, die nicht gerade taufrisch auf dem Markt ist, Snapchat aber wieder mit dem Konkurrenten Facebook Messenger auf Augenhöhe bringt. Der bietet dieses geheime Ignorieren unliebsamer Nachrichten seinen Usern schon etwas länger an.

Die Konkurrenz schläft nicht. Mit dem neuen Update zieht Snapchat Wettbewerbern wie Facebook oder Instagram nach. (© 2018 pixabay)

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten durch verschiedene Fonts

Neben der "Nicht stören"-Option sorgt der Instant-Messaging-Dienst mit neuen Fonts für mehr kreativen Freiraum. Nachdem Instagram schon Anfang Februar seine Story um mehrere Möglichkeiten bereicherte, Überschriften und Texte zu verzieren, will Snapchat nicht hinter dem Wettbewerber zurückbleiben. Mit Worten in Neon- oder Regenbogen-Optik will die App Inhalte individueller gestaltbar machen und dem User mehr Chancen geben, seine Bilder oder Videos mit Kommentaren zu versehen. In Australien, Großbritannien und Kanada ist das Update laut TechCrunch bereits verfügbar, in Deutschland soll es demnächst ebenfalls so weit sein.

Dass Snapchat nun Funktionen anbietet, die die Konkurrenz bereits erfolgreich initiiert hat, ist ein Zeichen dafür, dass die Spitzenposition der App nicht mehr selbstverständlich erscheint. Waren in der Vergangenheit noch Instagram und Facebook darum bemüht, mit Snapchat mithalten zu können, scheint sich die Lage nun etwas gewandelt zu haben.