Schon länger brodelt die Gerüchteküche um einen ersten eigenen Spotify-Lautsprecher. Nachdem Ende Februar erste News zu möglicher Hardware durchsickerten, deuten nun angebliche Tests für die Spracheingabe noch stärker auf einen smarten Speaker hin. Damit könnte die Konkurrenz für Apple, Amazon und Google größer werden.

Künftig hört Spotify dem User auch noch zu, anstatt ihn nur mit Musik zu beschallen. Die Entwickler des Streaming-Dienstes haben TechCrunch gegenüber bestätigt, an einer Sprachsteuerung zu arbeiten, die es dem User ermöglicht, auf Befehl bestimmte Songs oder Playlists abspielen zu lassen. Auch unspezifische Kommandos wie "Spiel ein bisschen Jazz" soll der smarte Speaker demnach verstehen und automatisch passende Lieder auswählen. Es soll sich bislang aber lediglich um Tests handeln.

Premium-Abonnenten können die Funktion bereits nutzen

Ein ausgewählter Kreis an Spotifys Premium-Nutzern darf die Sprachsteuerung schon testen. Bislang natürlich nur per Smartphone oder Tablet. Einen eigenen Lautsprecher gibt es ja noch nicht, aber der könnte sich dank dem Auftauchen dieser Funktion gar nicht mehr in allzu großer Ferne befinden. Ende Februar wurde bereits bekannt, dass Spotify Projekt- und Produktmanager sucht, die an der Entwicklung vermeintlicher Hardware beteiligt sein sollen.

Natürlich wäre eine Sprachsteuerung auch ohne smarten Lautsprecher eine benutzerfreundliche Funktion. Allerdings scheint die Entwicklung eines solchen Features mehr nach sich zu ziehen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, kann es sich Spotify auf Dauer wohl nicht mehr leisten, immer auf Kooperationen mit Google angewiesen zu sein. Ein eigenes Wiedergabegerät wäre hier die logische Konsequenz. Damit könnte sich der Streaming-Dienst weiterhin gegen Platzhirsche wie Apple, Amazon oder Google behaupten.

Smarter Speaker oder doch nur Lautsprecher?

Die Entwicklung eines eigenen Assistenten scheint allerdings nicht in Spotifys Fokus zu liegen. Zumindest gibt es hierfür keinerlei Hinweise. Zudem könnte der technische Aufwand zu hoch und der Wissensstand der Konkurrenz bereits zu weit fortgeschritten sein, um ein innovatives Modell auf den Markt zu bringen. Denkbar wäre aber durchaus eine Kombinationslösung mit dem Google Assistant. So ganz autonom kann Spotify dann aber nicht werden.