Vorsicht, Hightech mit Tarnkappe! Interlübke bringt ein „unsichtbares“ TV-Gerät auf den Markt. Der Möbelhersteller integriert ein OLED-Display in die Tür eines Sideboards – Staunen vorprogrammiert.

LG produziert seit einiger Zeit sogenannte Wallpaper-TV. Gemeint sind OLED-Fernseher, die so dünn sind, dass sie als Wandbelag dienen könnten. Ein Gedanke, der Interlübke inspiriert zu haben scheint. Herausgekommen ist ein Hightech-Produkt des Möbelspezialisten, das das Zeug dazu hat, ein Vorreiter zu werden. Und das in Zukunft womöglich in vielerlei Varianten auftauchen könnte – ob auf anderen Schrankmodellen, Spiegeln oder Garderoben.

Wie Digitalzimmer berichtet, bietet Interlübke ab sofort ein Sideboard namens Jorel an, dessen Tür auf Wunsch mit einem OLED-Bildschirm versehen wird. Der Clou: Ist das Kastenmöbel geschlossen, ist von einem Fernseher nichts zu sehen:

OLED-Sideboard von Interlübke
Ist der OLED-Screen aus, würde niemand hinter der stylishen Schranktür ausgefeilte TV- und Heimkino-Technik vermuten. (© 2017 Facebook/Interluebke)

Ganz anders ist der Eindruck, wird das Gerät angeknipst. Aus dem Nichts erscheint das gestochen scharfe und 65 Zoll messende Bild eines Displays, das ansonsten im Signature OLED TV von LG seinen Dienst verrichtet:

OLED-Sideboard von Interlübke
Der OLED-Fernseher von Interlübke bietet nicht nur ein bestechend gutes Bild, sondern auch exzellenten Sound. (© 2017 Facebook/Interluebke)

Heimkino-Sound und ein Preis jenseits der Schallmauer

Auch beim Sound geht alles ganz und gar dezent zu. Die Soundbar versteckt sich hinter einer mit Stoff bespannten Klappe im Sockel des Sideboards. Beim Einbau der hochwertigen Technik setzt Interlübke auf die Händler der Aachener Heimkinoraum-Gruppe, die sich hochwertigen Heimkino-Lösungen verschrieben hat.

Was so verlockend klingt und laut dem Möbelhersteller einen Fernseher bedeutet, der „optisch den Raum“ verlässt und erst bei Nutzung wieder auftaucht, hat seinen Preis. Besser: einen exorbitanten Preis. Neben der Einstiegssumme für das Sideboard von 6.000 Euro schlägt der LG-OLED-Screen mit 8.000 Euro zu Buche. Wer es also ernst meint mit dem total unsichtbaren Fernseher, der auf Knopfdruck wie von Geisterhand auf einem luxuriösen Sideboard erscheint, muss deutlich die fünfstellige Schallmauer knacken.