Es hat zwar ein bisschen gedauert bis Version 3.0 des VLC Media Players veröffentlicht wurde, dafür hat es der neuste Versionssprung aber in sich: Neben der Unterstützung für Chromecast profitieren vor allem Grafikenthusiasten vom Update.

Der VLC Media Player ist bekannt als Universal-Wiedergabe-Software für Videoformate. Das letzte größere Update liegt allerdings schon rund mehrere Jahre zurück. Für die Version 3.0 war Chefentwickler Jean-Baptiste Kempf besonders wichtig, dass alle Mobil- und Desktopversionen nun auf einem Level sind und zusammengeführt werden. Daher bekommen nun alle Versionen auch die gleiche Nummerierung.

Was lange währt, wird endlich gut?

Auch wenn Entwickler VideoLAN schon vor dem Aussenden des 2.2-Updates mit der Arbeit an der 3.0-Version begonnen hat, so dauerte es doch ganze drei Jahre bis ein stabiles Update für alle Plattformen auf den Markt kommen konnte. Daher kommen einigen Anwendern ein paar der neuen Funktionen mit Sicherheit schon bekannt vor, denn die Bibliothek lag schon in den Portierungen für die Universal Windows Plattform (wie beispielsweise auf der Xbox One), Android, iOS und Tizen vor. Nun können aber wirklich alle Nutzer der verschiedenen Plattformen von den Vorteilen des Updates profitieren.

Die wichtigsten neuen Features von VLC 3.0

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die Unterstützung für Chromecast: Der VLC Media Player kann nun dank des Chromecast-Supports Videos direkt per Stream an einen kompatiblen respektive entsprechend ausgestatteten Fernseher oder übertragen. Außerdem haben die Entwickler den Player nun auch für aktuelle Grafik-Schnittstellen wie Direct3D 11 und Formate wie H.265 (oder auch HEVC) fit gemacht.

Auch der Hardware-Decoder hat ein umfangreiches Update erhalten und ermöglicht nun das ruckelfreie Abspielen von Videos mit einer Auflösung von bis zu 8K bei geringer CPU-Belastung. Das gilt vor allem für bestimmte Smartphones, die solch hochaufgelöstes Material anzeigen können, wie zum Beispiel das Galaxy S8 von Samsung. Darüber hinaus unterstützt das Video-Tool nun auch 360-Grad-Videos und -Fotos. Zudem sind jetzt die Wiedergabe von Inhalten in HDR (High Dynamic Range) und 4K auch keine Hürden mehr. Übrigens: Auch die Hardware-Beschleunigung ist nun standardmäßig aktiviert, was zu einer besseren Leistung führen kann.

Zudem birgt die Version 3.0 nun auch deutlich mehr Schnittstellen an. Videos im Heimnetzwerk speichern und über FTP, NFS oder SMP abspielen lassen stellt nun genauso wenig ein Problem da wie die Unterstützung von HD-Audio-Codecs oder Blu-ray-Discs.

Aber auch die Nutzerfreundlichkeit kommt nicht zu kurz und Anwender profitieren von der deutlich praktischeren Oberfläche. Das und viele weitere Features für Profi- und Gelegenheitsbenutzer machen die aktuelle Version zu einem wahren Highlight.