Feature folgt auf Feature bei WhatsApp, nun will der Besitzer Facebook offenbar endlich kräftig Geld mit dem Messenger verdienen. Deshalb sollen zunächst die Business-Tools deutlich erweitert werden – aber auch Werbung könnte schon bald kein Tabu mehr sein.

WhatsApp als verlängerter Arm der Kundenberatung, der Unternehmenskommunikation, des Kundenchats – das ist die Vision hinter WhatsApp Business. Dieser spezielle Firmen-Messenger war im Januar als eigene App auch in Deutschland gestartet. Hatten anfangs nur kleinere Unternehmen den Dienst genutzt, ziehen jetzt mehr und mehr große Namen auf WhatsApp Business ein. Und profitieren von neuen Tools, wie WhatsApp bekannt gibt.

Mehr Chat-Möglichkeiten für Unternehmen

So können User künftig ihre Telefonnummer bei den Unternehmen hinterlassen, wenn sie von ihnen eine Information über WhatsApp bekommen wollen. Auch ist es nun möglich, dass Unternehmen einen Click-to-Chat-Button auf ihrer Webseite oder in einer Facebook-Anzeige platzieren, mit dem ein Dialog über WhatsApp gestartet werden kann. Und schließlich ist ein Echtzeit-Support über den Messenger möglich.

Jede Kommunikation muss vom User genehmigt werden, betont WhatsApp-Geschäftsführer Matt Idema laut dem Branchendienst Horizont. Mit einem Tippen bzw. Klicken könnten Unternehmen zudem blockiert werden. Da die Nachrichten allesamt Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein sollen, können weder WhatsApp noch Facebook "mitlesen", was zwischen Nutzer und Firma besprochen wird.

Kosten soll das alles den User nichts, und auch die Einrichtung der Chat-Schnittstelle ist für die Unternehmen umsonst. Allerdings müssen die Firmen für die Echtzeit-Nachrichten bezahlen, was dafür sorgen dürfte, dass die Chats nicht überladen werden. Wie viel sich WhatsApp für seine Mittlerdienste bezahlen lassen will, darüber macht der Dienst allerdings keine Angaben.

WhatsApp Status mit Werbeanzeigen?

Die nächste Einnahmequelle hat er dafür schon im Blick. Denn langfristig, habe der Dienst laut W&V offen verkündet, sei auch Werbung möglich. Dafür kommt offenbar der Snapchat-Klon WhatsApp Status infrage, bei dem die geteilten Inhalte nach 24 Stunden wieder verschwinden. Das Unternehmen dazu: "WhatsApp schaltet derzeit keine Anzeigen im Status, obwohl dies ein zukünftiges Ziel für uns ab 2019 ist“.

Die nächsten Schritte hin zur Monetarisierung des Messengers stehen für die WhatsApp-Mutter Facebook anscheinend schon fest.

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