Besitzer von Smartphones mit Windows Mobile als Betriebssystem, sehen sich plötzlich eingeschränkten Diensten ausgeliefert. Einige der Bing-Services sind nicht mehr erreichbar und Windows trennt die User einfach von den Features des Systems.

Bing ist der hauseigene Suchmaschinen-Dienst von Microsoft und beinhaltet verschiedene Services - darunter auch Bing-Karten. Nun läuft der Support der Funktionen aus. Allerdings härter als gedacht: Statt langsam und sukzessive Features nicht mehr zu unterstützen oder nicht mehr weiterzuentwickeln, streicht Microsoft die Verbindung zu den Diensten und lässt dadurch Windows-Phone-Benutzer verärgert zurück.

Keine Bing-Karten mehr

Möchte ein Windows-Mobile-User über das Smartphone eine Website öffnen, in die eine Bing-Karte eingebunden ist, ist das Erstaunen groß. Denn an dieser Stelle wird statt des zu erwartenden Kartenausschnitts nur noch eine leere Fläche angezeigt. Laut des Programm-Managers Ricky Brundritt wurde der Support von Bing-Karten für die hauseigene Mobile-Plattform eingestellt.

Das gilt aber offenbar nicht nur für die Karten von Bing. Alle Dienste, die von Bing bereitgestellt werden, sollen für die Anwender des mobilen Microsoft Betriebssystem nicht mehr benutzbar sein.

Ein Blick in die Dokumentationen des Microsofts Bing-Teams offenbart, dass die Dienste zwar weiterhin für die wichtigsten Desktop-Browser und mobile Browser unter iOS und Android zur Verfügung stehen – Windows 10 Mobile oder frühere Versionen auf den Windows Phones werden jedoch nicht mehr unterstützt.

Ein unsanftes Ende

Normalerweise bedeutet das Ende des Supports für einen Dienst, dass nach und nach Features geändert oder aufgelöst werden, ohne auf die Kompatibilität Rücksicht zu nehmen. Somit kommt es öfter zu Fehlermeldungen und der Nutzer wird dadurch mehr oder weniger schonend auf das Ende eines Dienstes vorbereitet.

Dieses rigorose Vorgehen ist alles andere als verbraucherfreundlich. Es gab nicht einmal eine offizielle Verkündung seitens des Unternehmens. Die nutzerunfreundliche Kommunikationspolitik von Microsoft ist zwar nicht neu, dennoch bedeutet das unmittelbare Abschalten von Bing Services einen harten Einschnitt für Windows-Mobile-User.