Das Smartphone ist Ihr ständiger Begleiter. Sie schreiben jeden Tag viele Nachrichten, ob über WhatsApp oder andere Messenger. Dabei nutzen Sie immer dieselbe virtuelle Tastatur – schlicht und einfach, da diese auf Ihrem Handy vorinstalliert war. Doch das braucht nicht zu sein, denn per App lässt sich ohne Schwierigkeiten eine neue installieren, die Ihnen optisch vielleicht viel mehr zusagt und vor allem durch Funktionen glänzt, die das Standard-Keyboard nicht bietet. UPDATED erklärt Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten eine neue Tastatur für Ihr Android-Smartphone bekommen und stellt Ihnen eine Reihe von empfehlenswerten Tastenfeldern vor.

So ändern Sie Ihre Smartphone-Tastatur Schritt für Schritt

Egal, ob Sie eine SMS oder E-Mail schreiben wollen oder lieber über WhatsApp mit Ihren Freunden kommunizieren: Die Tastatur wird in den Android-Einstellungen geändert und angepasst und steht Ihnen dann in allen Programmen zur Verfügung. WhatsApp bietet – zumindest derzeit – keine eigenen Variationen an, die in der App selbst ausgetauscht werden können. Hier erfahren Sie in der Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie die Tastatur Ihres Smartphones ändern können.

  1. Öffnen Sie den Google Play Store und geben im Suchfeld “Tastatur” ein. Hier finden Sie jetzt eine große Auswahl an passenden Apps vor.
  2. Laden Sie das Programm Ihrer Wahl herunter und installieren Sie dieses. Folgen Sie dabei den Anweisungen der jeweiligen App. Empfehlenswerte Apps finden Sie weiter unten in diesem Ratgeber.
  3. Nun sollten Sie die neu installierte Tastatur einrichten. Folgen Sie dafür dem Pfad Einstellungen > System > Sprache und Eingabe auf Ihrem Smartphone. Hier finden Sie unter Tastaturen und Eingabemethoden alle verfügbaren Keyboards. Auch das Verhalten der Autokorrektur und Texterkennung kann hier eingestellt werden.
  4. Wählen Sie die installierte Tastatur aus. Damit ist die Einrichtung der alternativen Tastatur schon abgeschlossen.

Wenn Sie nun zwei oder sogar mehrere Tastaturen auf Ihrem Smartphone installiert haben, können Sie auf diese Weise auch problemlos zwischen den Keyboards wechseln. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn Sie auf einer Tastatur installierte Emojis nutzen wollen oder eine weitere Person das Handy nutzt, die auf die Original-Tastatur zurückgreifen möchte. Um zwischen den Tastenfelder hin und her zu springen, gibt es sogar eine noch einfachere Methode: Ziehen Sie dafür die Schnelleinstellungsleiste Ihres Smartphones herunter und drücken auf die angezeigte Schaltfläche zum Wechseln der Tastatur. Die Leiste erscheint, wenn Sie auf Ihrem Smartphone von oben nach unten wischen. Die Schaltfläche taucht dann unterhalb der Leiste auf.

Diese Android-Tastaturen sind empfehlenswert

Welche der angebotenen Tastaturen die beste ist, lässt sich nicht allgemeingültig sagen. Jede App hat ihre eigenen Vorteile – ob größere, kleinere oder transparente Tasten, für jede Vorliebe ist etwas dabei. UPDATED hat drei beliebte Apps herausgesucht und zeigt auf, welche Tastatur mit welchen Vorzügen punkten kann.

SwiftKey: Der Alleskönner

Android-Tastatur ändern SwiftKey
Swiftkey kann Wortvorhersagen auf der Basis Ihrer zuvor geschriebenen Texte machen. (© 2017 SwiftKey)

Mit SwiftKey ist schnelles und einfaches Tippen kein Problem mehr. Bei keiner anderen Tastatur-App finden Sie derartig viele Einstellmöglichkeiten sowie Zusatzfunktionen. Dafür steht Swifkkey:

  • Schnelle Eingabe von Wörtern durch die “SwiftKey Flow” genannte Wischtechnik. Dafür streichen Sie einfach in der richtigen Reihenfolge über die Buchstaben des Touchscreens.
  • Mittlerweile unterstützt SwiftKey über 100 Sprachen.
  • Die App glänzt mit einer Wortvorhersage, die auf den Texten basiert, die Sie geschrieben haben.
  • Sie können aus über 800 Emojis wählen, die in die Wort-Vorschläge mit einbezogen werden.
  • Mit zahlreichen Tools können Sie die Tastatur auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden und das Design verändern.
  • Intelligente Autokorrektur selbst bei schweren Tippfehlern.
  • Die App verbessert auch die Wortvorhersagen Ihrer SMS.
  • Die App ist komplett kostenlos.

Hier können Sie SwiftKey kostenlos herunterladen.

GBoard: Die Google-Tastatur

Android-Tastatur ändern GBoard
Auch GBoard bietet eine Wischfunktion an. Die Tastatur ist recht einfach gehalten. (© 2017 Google Inc.)

Tipps zum Konfigurieren der Android-Tastatur

Auch wenn die Einstellungen einer Tastatur immer von den persönlichen Vorlieben abhängen, gibt es doch ein paar generelle Tipps und Einstellungen, die von den meisten Usern berücksichtigt werden.

  • Überlegen Sie sich, in welchen Sprachen Sie schreiben werden und laden die entsprechenden Wörterbücher schon vorher herunter.
  • Benutzen Sie beim Schreiben das Vibrations-Feedback. Auf diese Weise stören Sie die Menschen in Ihrer Umgebung nicht durch akustische Signale, haben aber dennoch ein Signal, dass Ihre Eingabe auch angenommen wurde. Sogar die Vibrationsdauer können Sie anpassen.
  • Die Autokorrektur kann extrem hilfreich sein – allerdings nicht zwingend. Wenn Sie ohnehin sehr sorgfältig schreiben und wenige Fehler machen, oder diese Ihnen egal sind, können Sie auch guten Gewissens auf die automatische Korrektur verzichten.
  • Überlegen Sie, ob Sie oft in ganzen Sätzen schreiben und dafür die automatische Groß-/Kleinschreibung oder den automatischen Punkt benötigen. Falls nicht, schalten Sie diese aus.

Die Tastatur-App GBoard von Goolge hat sich dank vieler Updates mittlerweile zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz von SwiftKey entwickelt. Sie bietet ihren Nutzern viele Fähigkeiten, die auf maschinellem Lernen beruhen: etwa eine Fehlererkennung, eine bessere Eingabe mit der Wischtechnik oder Vorschläge der eingebauten Suchfunktion. Dafür steht Gboard:

  • Auch GBoard bietet eine Wischfunktion namens Glide Typing, indem Sie Ihren Finger von Buchstabe zu Buchstabe bewegen.
  • Google Translate ist direkt in die Tastatur integriert und schlägt passende Wörter aus Ihren aktivierten Sprachen vor, ohne dass Sie die Sprache wechseln brauchen.
  • Auch die Google-Suche ist direkt in die Tastatur integriert, mit der Sie Informationen suchen und gleich verschicken können.
  • Die App liefert passende Emoji- und GIF-Vorschläge.
  • Der Text lässt sich per Spracheingabe einfach diktieren.
  • Über 120 Sprachen werden unterstützt.
  • Landschaftsaufnahmen können als Hintergrundbild verwendet werden.
  • Die App ist komplett kostenlos.

Hier können Sie Gboard kostenlos herunterladen.

Minuum: Die kompakte Tastatur

Android-Tastatur ändern
Die Tastatur-App Minuum zeichnet sich durch ihre Kompaktheit aus, denn standardmäßig ist die Tastatur auf nur eine Zeile minimiert. (© 2017 Whirlscape)

Minuum ist für Sie die richtige Wahl, wenn Sie eine kompakte Tastatur bevorzugen. Die App wurde damit bekannt, dass sie alle Buchstaben in nur einer Reihe anzeigt, wodurch die Tastatur extrem wenig Platz auf dem Display beansprucht. Gewöhnungsbedürftig beim Schreiben, klappt die Eingabe nach kurzer Zeit erstaunlich problemlos, da Sie nur in die richtige Gegend des gewünschten Buchstabens tippen sollten. Die Autokorrektur erledigt den Rest und hat dabei meist den richtigen Riecher. Dafür steht Minuum:

  • Dank “Sloppy Tipping” erkennt die Tastatur selbst stark fehlerbehaftete Wörter und korrigiert diese selbstständig.
  • Die Tastatur passt sich an die Schreibgewohnheiten des Users an.
  • Die App unterstützt zwei Sprachen gleichzeitig und liefert passende Emoji-Vorschläge.
  • Wischgesten löschen geschriebene Worte und können die Leertaste ersetzen.
  • Das Wechseln auf ein Minuum-Standard-Keyboard ist möglich.

Hier können Sie Minuum kostenlos herunterladen. Die kostenlose Variante endet nach 30 Tagen, danach ist die App kostenpflichtig.

Schneller Tippen dank Tastatur-Apps

Wenn Sie viel auf Ihrem Smartphone tippen und dies gerne so schnell wie möglich machen möchten, sollten Sie sich eine der hier vorgestellten Tastatur-Apps herunterladen. Vor allem die Wischmethode, die in den meisten Apps mittlerweile zum Standard gehört, bietet einen großen Geschwindigkeitsvorteil, wenn Sie sich an diese Art der Eingabe gewöhnt haben. Da Sie problemlos wieder zur gewohnten Tastatur wechseln können, sollten Sie die Alternativen nicht überzeugen, gehen Sie mit einem Testlauf kein Risiko ein.

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