Der belegte Teig ist bereits im Ofen, doch statt des leckeren Dufts von frisch gebackenem Apfelkuchen verbreitet sich ein unangenehmer Geruch in der Küche: Eingebrannte Reste der letzten Backabenteuer sehen nicht nur unschön aus, sondern beginnen auch bei jeder Nutzung aufs Neue zu riechen. Höchste Zeit für eine Reinigung. Wie Sie Ihren Ofen auch ohne stundenlange Schrubberei wieder blitzblank bekommen zeigen wir Ihnen hier.

Vorbereitung: Mit wenigen Handgriffen viel Zeit sparen

Ob Großputz oder schnelle Reinigung zwischendurch – mit der richtigen Vorbereitung sind Sie schneller fertig. So gehen Sie vor:

  1. Prüfen Sie, wie hartnäckig die Verschmutzungen sind. So können Sie beurteilen, wie viel Zeit die Reinigung etwa beanspruchen wird. Noch frische Verschmutzungen wischen Sie einfach mit einem feuchten Tuch weg – schon ist alles erledigt!
  2. Lässt sich der Backofen hingegen nur noch mit einem Großputz retten, planen Sie etwa eine Stunde Zeit fürs Einweichen ein.
  3. Entfernen Sie die Backbleche und Kleinteile aus dem Innenraum. So kommen Sie besser an den Boden und die Seitenwände heran.
  4. Legen Sie die Hilfsmittel zur Reinigung bereit: Empfehlenswert sind Küchen- und Mikrofasertücher, Schwämme, eine alte Zahnbürste für die Feinarbeit, ein Eimer sowie ein Handtuch zum Auffangen eventuell herabtropfender Flüssigkeiten, die sonst auf dem Küchenboden landen würden.

Innenraum reinigen – mit den Top 5 der besten Reiniger & Hausmittel

Stundenlang Eingebranntes von den Innenwänden des Backofens kratzen? Das brauchen Sie nicht. In Drogerie und Supermarkt gibt es einige spezielle Reiniger. Und auch verschiedene Hausmittel leisten gute Dienste. Wir verraten Ihnen die Top 5 der Backofenreiniger und Hausmittel und zeigen Ihnen auch, wie Sie diese am besten anwenden:

Platz 1: Backofenreinigungsmittel

Backofenspray oder flüssiger Backofenreiniger ist die stärkste Waffe bei stark verschmutzten Backöfen. Die Reiniger sind zu Preisen zwischen drei und acht Euro zu haben. Zwar sind die Mittel längst nicht mehr so aggressiv wie früher, dennoch empfiehlt sich die Verwendung erst dann, wenn Hausmittel nicht den gewünschten Reinigungserfolg bringen.

Orientieren Sie sich bei der Dosierung und dem Nachwischen genau an der Gebrauchsanweisung auf der Verpackung. Ratsam bei der Anwendung sind Gummihandschuhe, ein offenes Fenster zum Lüften wegen eventueller Dämpfe sowie ein Lappen in Reichweite, um versehentlich danebengegangene Flüssigkeiten sofort wegzuwischen.

So wenden Sie die chemischen Reiniger am besten an:

  1. Befreien Sie das Innere des Backofens von groben Essensresten. Dazu reicht es, ihn mit feuchtem Küchenpapier oder einem feuchten Lappen auszuwischen.
  2. Sprühen Sie nun den Reiniger auf alle Stellen, an denen sich Essensreste eingebrannt haben.
  3. Beachten Sie hierfür die optimale Entfernung laut Herstellerangaben.
  4. Warten Sie die vom Hersteller empfohlene Einwirkungszeit ab.
  5. Das Eingebrannte sollte sich nun mit einem feuchten Lappen wegwischen lassen.
  6. Bei besonders hartnäckigem Eingebrannten wiederholen Sie den Vorgang.
  7. Wischen Sie abschließend den Ofen gründlich mit klarem Wasser aus, so dass alle Reste des Reinigers entfernt werden.
  8. Bleibt ein starker chemischer Geruch, lassen Sie die Backofentür noch einige Stunden geöffnet und lüften Sie die Küche in der Zeit gut.
Mit Backofenreinigern zu einem blitzblanken Herd
Fleißiger Helfer gibt es im Putzmittelregal genug – wer lieber auf Chemie verzichtet, kann auch auf Hausmittel zurückgreifen. (© 2018 Thinkstock / Tatomm)

Platz 2: Spülmaschinenpulver & Geschirrspültabs

Reinigungsmittel für die Geschirrspülmaschine enthalten eine potente Mischung aus Tensiden und Enzymen, schließlich sollen sie festklebende Koch- und Essensreste an Geschirr und Töpfen ganz ohne Bürste lösen.

Diese Wirkung können Sie sich auch im Backofen zunutze machen. So geht’s:

  1. Lösen Sie einen Esslöffel Geschirrspülpulver oder einen Reiniger-Tab in einem Liter warmem Wasser unter Rühren auf.
  2. Tragen Sie die Lösung mit Handschuhen und einem Tuch oder einer Sprühflasche auf die Backofeninnenflächen auf.
  3. Nach etwa 15 Minuten haben sich die Verkrustungen gelöst.
  4. Entfernen Sie die abgelösten Rückstände der Verkrustungen mit einem feuchten Lappen oder Küchenpapier.
  5. Wischen Sie den Ofen gründlich mit klarem Wasser aus und lassen Sie ihn offen stehen, bis er vollständig ausgetrocknet ist.

Platz 3: Backpulver, Natron oder Soda

Im Haushalt meist ohnehin vorhanden, ökologisch unbedenklich und einfach in der Anwendung sind Backpulver, Natron und Soda.

Backpulver und Natron sind verhältnismäßig milde Reiniger und für leichte bis mittlere Verschmutzungen geeignet, während Sodalösung stark eingebrannte Speisekrusten um einiges besser löst. Soda trocknet übrigens die Haut aus – daher sind Gummihandschuhe empfehlenswert.

So nutzen Sie die Mittelchen zur Backofenreinigung:

  1. Lösen Sie wahlweise zwei Esslöffel Backpulver (drei Päckchen), zwei Esslöffel Natron oder einen Esslöffel Waschsoda in einem Liter Wasser auf.
  2. Tragen Sie das Gemisch mit einem Tuch oder einer Sprühflasche im Inneren des Backofens auf.
  3. Warten Sie 15 Minuten, bevor Sie die Innenflächen auswischen.
  4. Eventuell sollten Sie den Vorgang wiederholen.
Backofen mit Backpulver, Natron oder Soda reinigen
Natron & Co. sind gute Verbündete im Kampf gegen Eingebranntes – allerdings sollten Sie es erst in Wasser auflösen. (© 2018 Thinkstockn / ThamKC)

Platz 4: Essigessenz oder Zitronensaft

Die in Essig und Zitronensaft enthaltene Säure ist ebenfalls ein guter Verbündeter im Kampf gegen Eingebranntes im Backofen.

Essig wirkt stärker als Zitronensaft, riecht aber streng und kann empfindliche Atemwege reizen. Zitronensaft weicht zwar schwächer ein, sorgt als Nebeneffekt aber für einen angenehmen Duft in der Küche.

So werden die Mittel zum Reiniger:

  1. Wischen Sie den Innenraum des Backofens mit einem in Essigessenz oder Zitronensaft getränkten Lappen aus.
  2. Wiederholen Sie den Vorgang mindestens fünf Mal im Abstand von jeweils zehn Minuten. Die in Essig und Zitronensaft enthaltenen Säuren weichen die Schmutzkrusten und Fettflecken an Seitenwänden und dem Boden nach und nach ein.
  3. Wischen Sie den Backofen abschließend mit klarem Wasser aus.
  4. Wenn Sie Essig verwendet haben, sollten Sie den Backofen noch etwas offen stehen lassen und die Küche lüften, damit sich der Geruch verflüchtigen kann.

Platz 5: Wasserdampf

Immer zur Hand und völlig ohne Chemie und Geruchsbelästigung reinigt es sich mit Wasserdampf. Die heiße Luft weicht Verschmutzungen ein und sorgt so dafür, dass sich diese leichter lösen lassen.

Gegen starke Verschmutzungen und insbesondere festklebende Fettrückstände wirkt reiner Wasserdampf allerdings nicht so gut. Hier bietet es sich lediglich an, die Wasserdampf-Behandlung als Vorbereitung für die weitere Reinigung zu nutzen.

So geht’s:

  1. Füllen Sie eine Fettpfanne oder ein tiefes Backblech mit Wasser und erhitzen Sie den Backofen auf etwa 100 Grad Celsius.
  2. Nach 15 Minuten schalten Sie den Ofen aus und lassen den Dampf eine Stunde einwirken.
  3. Nun wischen Sie mit einem in Spülmittel getränkten Lappen nach.
  4. Besitzen Sie ein Dampfreinigungsgerät, können Sie den Innenraum auch damit einweichen.
  5. Konnten Sie hiermit bereits alle Verunreinigungen entfernen, brauchen Sie nur noch mit klarem Wasser nachzuwischen und den Backofen mit offener Tür trocknen zu lassen. Andernfalls nutzen Sie eines der oben beschriebenen Reinigungsmittel.

Was nicht so gut funktioniert:

Spülmittel, Kernseife oder Rasierschaum werden zwar vielfach als Hausmittel zur Backofenreinigung empfohlen, doch bei schwarz eingebrannten Verschmutzungen lassen sich damit keine befriedigenden Einweichresultate erzielen.

Auch von Scheuerschwämmen ist abzuraten, da sie die Backofeninnenflächen zerkratzen können.

Einzelteile reinigen: So werden Blech und Rost schnell wieder sauber

Nachdem der Innenraum des Backofens wieder glänzt, bekommen auch die Zubehörteile ein schnelles Frischeprogramm.

Backbleche:

Backbleche verwandeln sich mit der Zeit gern von sauber glänzend in fleckig und stumpf. Will man dem Eingebrannten mit einem Schwamm zu Leibe rücken, endet das meist schon nach kürzester Zeit in Frustration und schmerzenden Armmuskeln.

Besser: Lassen Sie die Zeit für sich arbeiten und weichen Sie das schmutzige Blech ausgiebig ein. Manchmal kann sogar Ihre Spülmaschine zum Verbündeten bei der Reinigung werden. So geht’s:

  1. Weichen Sie Fettrückstände, die Reste der letzten Pizza und andere angebackene Überbleibsel für einige Stunden ein.
  2. Dazu füllen Sie zum Beispiel etwas heißes Wasser mit Spülmittel ins Blech und lassen es im 50 Grad warmen Ofen eine halbe Stunde lang stehen.
  3. Noch besser ist es, das Blech in Zeitungspapier zu verpacken, in die Badewanne oder Dusche zu legen, es dort rundum mit heißer Spülmittellauge zu übergießen und über Nacht einweichen zu lassen. So lösen sich die Verschmutzungen auf der Ober- und Unterseite.
  4. Auch in der Spüle können Sie die Bleche einweichen. Verschließen Sie den Ausguss, lassen Sie Wasser mit Spülmittel einlaufen und weichen Sie erst die eine und später die andere Blechhälfte ein.
  5. Hinterher entfernen Sie die aufgeweichten Reste mit einem feuchten Schwamm oder Tuch.
  6. Bei schweren Verschmutzungen, die sich auch durch wiederholtes Einweichen nicht entfernen lassen, hilft Backofenreiniger.

Tipp: Passt das Ofenblech in die Spülmaschine, können Sie ihr am Ende die Feinarbeit überlassen, sofern es gemäß Herstellerangabe in den Geschirrspüler darf.

Backbleche schonend mit Salz reinigen

Die Salzmethode liefert bei Backblechen mit Fett- und Lebensmittelverkrustungen gute Reinigungsresultate ohne Muskelkraft und Chemie:

  1. Verteilen Sie eine Packung handelsübliches Kochsalz auf dem Blech.
  2. Lassen Sie es bei 50 bis 70 Grad Celsius etwa eine Stunde im Ofen erwärmen. Es nimmt dabei eine bräunliche Farbe an.
  3. Lassen Sie das Salz dann etwa zehn Minuten abkühlen und schütten Sie es weg.
  4. Reinigen Sie das Blech anschließend mit einem Küchenlappen und Spülmittelwasser.

Kleine Schwäche der Salzmethode: Sie funktioniert nur auf der Blechinnenseite.

Gitterroste:

Dem Backofenrost ergeht es meist kaum besser als dem Backblech. Doch auch hier brauchen Sie die einzelnen Stäbe nicht mühsam von allen Seiten zu schrubben, sondern können sich von Reinigern, Wasser und etwas Zeit zum Einweichen helfen lassen:

  1. Verpacken Sie den Rost in Zeitungspapier und legen Sie Ihn in Badewanne oder Dusche.
  2. Hat er in der Spüle Platz, kann der Rost auch dort eingeweicht werden.
  3. Übergießen Sie ihn jeweils vollständig mit heißem Wasser und Spülmittel.
  4. Lassen Sie alles über Nacht oder wenigstens acht Stunden einweichen.
  5. Nun lassen sich die Verschmutzungen auf der Ober- und Unterseite einfach wegwischen.
  6. Hartnäckige Rückstände, die immer noch nicht weichen wollen, sprühen Sie einfach mit Backofenreiniger ein, warten die auf der Packung angegebene Einweichzeit ab und rücken Ihnen dann mit einem Schwamm oder Lappen zu Leibe.
  7. Spricht laut Herstellerangaben nichts gegen eine Runde in der Spülmaschine, können Sie das Gitter auch dort mitlaufen lassen.
Gitterrost zum Reinigen in Spüllauge einweichen
Damit der Gitterrost auch ohne Schrubben wieder glänzt, kommt er über Nacht in eine Spüllauge. (© 2018 Thinkstock / Jevtic)

Tipp: Backofentür zum Reinigen aushängen

Bei vielen neueren Backöfen lässt sich die Türe mit einem Handgriff aushängen. So kommen Sie zum Reinigen des Innenraums bequem an jede Stelle ran. Auch die Türe selbst lässt sich dann viel besser saubermachen.

Je nach Modell muss dazu erst auf der Innenseite der Türe ein Scharnier umgelegt oder eine Schraube gelöst werden. Bei anderen Modellen genügt es, die Türe am Griff mit beiden Händen nach oben oder vorne abzuziehen.

Ob sich die Türe bei Ihrem Backofen aushängen lässt und wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie in der Gebrauchsanweisung. Ist die gerade nicht zur Hand, suchen Sie im Internet nach der Anleitung, und zwar über den Herstellernamen und der genauen Bezeichnung des Geräts, gefolgt vom Wort „Anleitung“ (Beispiel: Siemens ABC1234 Anleitung).

Glasfront:

Lässt sich das innere des Backofens aufgrund der verschmutzten Scheibe nur noch erahnen, ist es auch Zeit, diese gründlich zu reinigen. Außen reicht meist ein kurzer Wisch mit einem feuchten Tuch, um Flecken zu entfernen. Besonders kritisch ist hingegen in der Regel die innere Seite der Scheibe, an der sich Fettspritzer & Co. angesiedelt haben. So gehen Sie hier vor:

  1. Auf der Innenseite der Backofenscheibe festgebackene Reste entfernen Sie vorsichtig mit einem Ceranfeldschaber.
  2. Alle weiteren Überbleibsel bekommen Sie mit Ceranfeldreiniger weg, der das Glas nicht angreift.
  3. Hinterher sorgt das Nachwischen der Glasfront innen und außen mit Fensterreiniger für klare Sicht.

Heikel wird es hingegen, wenn sich Schmutz im Inneren der Doppelverglasung gesammelt hat. Viele Backofentüren bestehen aus zwei Glasfenstern und sind am Rand oben offen. Hier ist meist nicht die Pizza im Backofen schuld, sondern der übergekochte Topf auf dem Herd. Doch auch wenn sich zwischen die zwei Scheiben Schmutz und Fett verirrt, lässt sich das in der Regel recht einfach entfernen:

  1. Ist die Doppelverglasung am Rand oben offen, können Sie mit einem langen Kochlöffel einen Lappen einfädeln und die Innenseite reinigen.
  2. In der Gebrauchsanleitung zum Backofen steht, wie Sie die Glasfront für eine gründliche Reinigung auseinanderbauen.
  3. Reinigen Sie die auseinandergebauten Scheiben dann ebenso wie die Innen- und Außenseite mit einem Ceranfeldschaber und einem Ceranfeldreiniger.
  4. Anschließend wischen Sie die Scheiben trocken und bauen Sie sie wieder zusammen.

Weitere hilfreiche Tipps zum Reinigen der Backofentür können Sie in unserem Ratgeber Backofentür reinigen – Tipps & Tricks nachlesen.

Glasscheibe mit Ceranreiniger säubern
Die Glasscheibe lässt sich am besten mit Ceranreiniger säubern. (© 2018 Thinkstock / Jevtic)

Dichtungen:

Fettspritzer und Eingebranntes machen leider auch vor den Gummidichtungen rund um die Backofentür nicht halt. Verzichten Sie zur Reinigung aber unbedingt auf scharfe Reinigungsmittel, da diese das Gummi mit der Zeit porös machen würden. Das würde den Dichtungseffekt verschlechtern. Weitere Tipps zum Umgang mit Gummidichtungen finden Sie in unserem Ratgeber Fast wie neu: Gummidichtungen richtig pflegen.

So reinigen Sie die Dichtungen:

  1. Entfernen Sie grobe Reste mit einem Lappen oder Küchenpapier aus den Rillen.
  2. Geben Sie nun etwas Spülmittel auf einen weichen, feuchten Lappen und wischen Sie damit über das Gummi.
  3. In der Regel lassen sich Fettspritzer vom Kunststoff sehr gut lösen.
  4. Bei hartnäckigen Verschmutzungen legen Sie ein feuchtes Küchentuch für etwa eine halbe Stunde auf die Stelle, um diese einzuweichen.
  5. Wischen Sie anschließend alles mit klarem Wasser ab.
  6. Lassen Sie die Dichtungen bei offener Backofentür trocknen.

Backofenleuchte:

Auch die Glasabdeckung der Backofenlampen bekommt im Einsatz so manchen Fettspritzer ab. So reinigen Sie sie:

  1. Montieren Sie die Abdeckung durch leichtes Drehen ab.
  2. Weichen Sie sie in heißem Wasser mit Spülmittel ein.
  3. Je nach Verschmutzung kann eine Einweichzeit über Nacht nötig sein. Bei kleinen Ablagerungen reicht aber mitunter auch eine halbe Stunde.
  4. Wischen Sie nun alle Fettspritzer und Essensreste mit einem Tuch weg.
  5. Trocknen Sie die Abdeckung vollständig ab.
  6. Setzen Sie sie durch leichtes Drehen wieder ein.

Vollauszüge:

Zum regelmäßigen Reinigungsprogramm gehören die Auszüge sicherlich nicht hinzu. Steht eine komplette Reinigung des Backofens an, sollten sie hingegen ebenso auf dem Putzplan stehen.

Die Rollen von Vollauszügen sind ab Werk für leichtes Gleiten gefettet. Reinigen Sie die Vollauszüge daher nur mit Spülmittellauge. Dazu geben Sie einfach etwas Spülmittel in heißes Wasser und tauchen einen Lappen darin ein.

Sollte im Falle extremer Verschmutzung doch mal eine Reinigung mit aggressiveren Mitteln nötig sein, besorgen Sie sich vorab beim Kundendienst des Herstellers Ersatzfett zum Nachschmieren der Auszüge.

Neue Verunreinigungen verhindern

Spritzendes Fett und herabtropfende Essensreste lassen sich beim Zubereiten von Aufläufen, fettigen Speisen, Kuchen und Plätzchen kaum vermeiden. Damit daraus keine schwer zu entfernenen Verkrustungen entstehen, ist es am einfachsten, nach jeder Nutzung kurz in den Ofen zu sehen und etwaige Verschmutzungen mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel wegzuwischen, solange sie noch frisch sind. Am einfachsten geht das, wenn der Ofen etwa handwarm abgekühlt ist.

Damit es gar nicht erst zu Verschmutzungen kommt, helfen diese Tipps:

Befüllen mit System:

Backformen, Auflaufschalen und Dessertbehälter sollten Sie je nach Gericht nur etwa zur Hälfte bis Dreiviertel befüllen. So bleibt beim Garen genügend Platz fürs Ausdehnen und nichts läuft mehr über.

Richtige Füllmenge verhindert ein Überlaufen beim Backen
Förmchen nur zur Hälfte befüllen – so läuft der Teig beim Backen nicht über. (© 2018 Thinkstock / morrowlight)

Alles sauber dank Backpapier:

Durch die Verwendung von Backpapier verhindern Sie nicht nur ein Festkleben, sondern ersparen sich hinterher auch das Saubermachen des Backofens. Backpapier können Sie zum Schutz des Ofeninnenraums auch unter Töpfe oder Auflaufformen legen, wenn Sie vermuten, dass beim Garen möglicherweise etwas überläuft oder herabtropfen könnte.

Praktische Backmatten:

Eine gute Alternative zu Backpapier sind wiederverwendbare Silikonbackmatten, die für ca. 15 bis 30 Euro erhältlich sind. Diese lassen sich nach Benutzung unter fließendem Wasser abspülen und können sogar in den Geschirrspüler – das vermeidet Müll und schont die Umwelt.

Pyrolyse – Die Selbstreinigung des Backofens

Moderne Technik hilft auch beim Putzen des Backofens. Planen Sie eine Neuanschaffung oder den Austausch eines in die Jahre gekommenen Geräts, ist ein Backofen mit Reinigungshilfe empfehlenswert. Hauptsächlich drei Systeme haben sich durchgesetzt:

1. Pyrolyse-Selbstreinigung

Über ein Reinigungsprogramm wird der Backofen auf annähernd 500 Grad Celsius aufgeheizt. Durch die hohe Temperatur verbrennen Fette, Schmutzkrusten und Speisereste zu Asche, die Sie nach dem Abkühlen einfach wegwischen. Bei geöffnetem Fenster ziehen die bei der Verkohlung entstehenden Gerüche rasch ab.

2. Katalyse-Selbstreinigung

Ein auf die Innenflächen des Backofens aufgebrachter oder in die Emaille-Beschichtung der Innenseiten eingearbeiteter Katalysator-Hilfsstoff bewirkt, dass unschöne Krusten und Rückstände vom Backen bei niedriger Hitze zersetzt werden. So lassen Sie sich nach dem Abkühlen leichter mit einem feuchten Lappen auswischen.

Die Katalyse ist nicht ganz so effektiv wie die Pyrolyse, verbraucht dafür bei Temperaturen um 200 Grad aber deutlich weniger Strom.

Wichtig: Die Beschichtung darf nicht mit Scheuermitteln, kratzenden Schwämmen oder Backofenreinigern behandelt werden.

3. Spezial-Emaille

Komplett ohne Strom funktionieren passive Reinigungshilfen in Form von besonders glatten Emaille-Antihaftbeschichtungen des Backinnenraums. Ihre Oberflächen besitzen kaum Unebenheiten und sind dadurch glatt wie Glas. So können Verschmutzungen nicht mehr so fest ankleben.

Die Arbeitserleichterung durch Glatt-Emaille-Beschichtungen ist am größten, wenn Sie Verschmutzungen direkt nach der Ofenverwendung auswischen.

Backofen mit Selbstreinigungsfunktion
Neue Backöfen reinigen sich fast von selbst. (© 2018 Thinkstock / piovesempre)

Backofen reinigen ohne Schrecken

Die hier gezeigten Putztricks nehmen dem Saubermachen des Backofens den Schrecken und lassen Sie die unliebsame Arbeit schnell erledigen. Hinterher sieht der Ofen fast wie neu aus – so blitzeblank macht das Backen und Kochen garantiert noch mehr Spaß! Und beim Kuchenbacken riecht es auch wirklich nur noch nach dem frisch gebackenen Leckerbissen.

Wenn Sie nach erfolgreicher Backofenreinigung auch ihr Ceran- oder Induktionsfeld auf Hochglanz bringen möchten, haben wir in diesen Ratgebern alle wichtigen Infos und Tipps für Sie zusammengestellt:

Induktionskochfeld reinigen – Flecken wirkungsvoll entfernen
Ceranfeld reinigen – Tipps, wie Sie Schmutz und Eingebranntes entfernen

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