Auf dem großen Flachbildfernseher wollen Sie Ihre Lieblingsserie mit allen Sinnen genießen. Doch Staubpartikel, Schlieren, Fingerabdrücke vom Verschieben des Geräts und sogar der eine oder andere Fettfleck trübt das TV-Erlebnis. Beim Reinigen des Fernsehers sollten Sie einige Dinge beachten, denn nicht jedes Mittel und jede Methode sind für den Bildschirm geeignet. UPDATED zeigt Ihnen, wie Sie die Bildqualität vom Tag der Neuanschaffung wieder herstellen und Kratzer oder einen matten Bildschirm vermeiden können. Alle Reinigungsempfehlungen gelten sowohl für LCD-, LED- und Plasmafernseher.

Fernseher von Staub befreien

Die immer größeren Bildschirme von LED-, LCD- und Plasma-TVs ziehen Staub durch die statische Aufladung fast magisch an. Wenn die Sonne auf Ihr Gerät scheint, wird die Verschmutzung besonders deutlich.

Einmal wöchentlich sollten Sie zu einem Staubtuch oder einem Staubwedel greifen und den Bildschirm reinigen. Sitzt der Staubwedel auf einem Teleskopstiel, passen Sie auf, dass Sie mit dem Plastik nicht gegen das Display stoßen, da unschöne Kratzer die Folge sein könnten. Für besonders schwer zu erreichende Stellen wie die Rahmeneinfassung oder Bereiche um die Knöpfe des Fernsehers können Sie auch einen weichen Pinsel zu Hilfe nehmen oder den Staub mit Druckluft wegpusten. Vergessen Sie auch die Rückseite Ihres TV-Gerätes nicht, denn dort befinden sich Lüftungsschlitze und Anschlüsse, die Sie ebenfalls entstauben sollten.

Zweimal im Jahr lohnt es sich zudem, die Lautsprechergitter abzusaugen. Verwenden Sie hierfür am besten einen Handstaubsauger mit einem sauberen Bürstenaufsatz.

Vorsicht: Schauen Sie zuvor in die Betriebsanleitung des Gerätes, ob sich hinter den Gittern ein Ventilator befindet. Durch den Luftstrom kann dieser in Bewegung gebracht werden und Strom erzeugen. Das kann Ihren Fernseher beschädigen.

Fernseher entstauben
Beim Entstauben des Fernsehers sollten Sie aufpassen, mit der Stange des Staubwedels keine Kratzer auf dem Display zu hinterlassen. (© 2017 ake1150sb / Thinkstock)

Leichte Verschmutzungen mit feuchtem Tuch reinigen

Um nicht nur Staub, sondern auch Fingerabdrücke und Schlieren zu entfernen, empfehlen sich saubere Brillenputztücher oder Mikrofasertücher, die Sie vor der Benutzung leicht anfeuchten. Achten Sie aber darauf, dass keine Zusatzstoffe in die Tücher eingearbeitet sind, die einem LCD- oder Plasmadisplay schaden können. Die Eignung entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung. Benutzen Sie keine Küchentücher, Toilettenpapier oder andere Putzutensilien, die Holz enthalten, da diese Spuren hinterlassen können. So reinigen Sie Ihren Fernseher Schritt für Schritt:

  1. Schalten Sie den Fernseher zunächst aus und nehmen ihn vom Strom.
  2. Warten Sie bis zu 30 Minuten, bis er sich abgekühlt hat. Sonst verdampfen die Reinigungsmittel auf dem warmen Bildschirm.
  3. Dann schütteln Sie das Tuch gut aus: Schon ein unscheinbarer Dreckpartikel kann dem Bildschirm unschöne Kratzer zufügen.
  4. Führen Sie das Tuch danach behutsam auf den Bildschirm und reinigen die verschmutzten Stellen mit kreisenden Bewegungen.
  5. Mit einem zweiten trockenen Tuch entfernen Sie abschließend die Feuchtigkeit von der Oberfläche.
  6. Nachdem Sie das Display gereinigt haben, warten Sie wieder rund eine halbe Stunde, bevor Sie das Gerät einschalten. Bis dahin ist auch die letzte Restfeuchtigkeit aus dem Fernseher entwichen und kann keine Schäden wie etwa einen Kurzschluss mehr verursachen.

Tipp: Im Handel können Sie Mikrofasertücher erwerben, die einen antistatischen Effekt besitzen. Putzen Sie Ihren Flachbildfernseher damit, beugt das neuer Staubbildung vor. Getrocknete Babyfeuchttücher haben einen ähnlichen Effekt.

Fernseher mit Mikrofasertuch reinigen
Gehen Sie behutsam mit Ihrem Fernseher um – ein feuchtes Mikrofasertuch reicht in vielen Fällen zur Reinigung aus. (© 2017 Andrey Popov / Fotolia)

Fernseher von Fettflecken und groben Verschmutzungen befreien

Wo ein feuchtes Tuch alleine nicht ausreicht, können Sie auch zu Reinigungsmitteln greifen. Im Handel gibt es spezielle Reiniger für LED-, LCD- und Plasmabildschirme. Viele Menschen verwenden Glasreiniger auch für ihren Fernseher, da dieser in den meisten Haushalten immer zur Verfügung steht. Hier sollten Sie jedoch Vorsicht walten lassen: Um die empfindliche Beschichtung des Fernsehers nicht zu beschädigen, sind Reiniger tabu, die Alkohol, Zitronen- oder Essigsäure enthalten.

Haben Sie ein passendes Mittel gefunden, sollten Sie dieses auf keinen Fall direkt auf den Bildschirm sprühen, sondern nur auf das Reinigungstuch. Ansonsten könnte die Flüssigkeit durch Schlitze oder kleinste Risse am Display ins Innere des Geräts vorstoßen und dieses beschädigen. Im Fachhandel gibt es allerdings spezielle Reinigungs-Gels, die nach dem Sprühen auf dem Bildschirm haften bleiben und nicht herunterlaufen.

Auch Raucher sollten sich nach Spezialmitteln umsehen, denn Nikotin hinterlässt mit der Zeit einen klebrigen Film, der den Bildschirm von Fernsehern vergilbt. Diesen können Sie nur mit Wasser als Hilfsmittel kaum entfernen.

Wie unterscheiden sich LED-, LCD- und Plasmafernseher?

Alle modernen Flachbildfernseher haben Kunststoffdisplays, die Reinigungshinweise gelten also sowohl für LED-, LCD- und Plasmageräte. Die Fernseher unterscheiden sich jedoch in ihrer Technik. Die LCD-Technologie basiert auf Flüssigkristallen, die durch elektrische Spannung gesteuert werden. Dadurch ändert sich die Lichtdurchlässigkeit der Hintergrundbeleuchtung und verschiedene Farben entstehen. Diese Hintergrundbeleuchtung wird bei modernen LCD-Fernsehern von Leuchtdioden erzeugt, sogenannten LEDs. LED-Fernseher werden somit zu den LCD-Geräten gezählt. Plasma-TVs bringen die einzelnen Pixel von selbst zum Leuchten, indem Gase entladen werden. Früher waren dadurch schnellere Bildwechsel und bessere Farben mit stärkerem Kontrast möglich, heute hat die LCD-Technik aufgeholt und verdrängt Plasma-Geräte zunehmend vom Markt. Zukünftig werden wohl auch OLED-Bildschirme eine größere Rolle spielen. Diese Belichtungstechnik verspricht erstklassige Farben und spart auch noch Strom.

Bildschirm des Fernsehers versiegeln

Um künftige Verschmutzungen leichter vom Fernseher zu lösen, können Sie den Bildschirm versiegeln. Das geschieht nicht etwa durch eine Folie, sondern mithilfe eines speziellen Nano-Sprays, das Sie im Fachhandel erwerben können. Winzige Partikel schützen den Bildschirm, sodass sich nach der Behandlung auch hartnäckiger Schmutz einfach abwischen lässt. Zudem haften Schmutzpartikel auf der behandelten Oberfläche weniger gut. Die Sprays sollen sogar das Bild verbessern, indem sie für einen schärferen Kontrast sorgen.

Flachbildfernseher reinigen: Gehen Sie behutsam vor

Das Reinigen des Flachbildfernsehers dauert weder lange, noch ist die Prozedur besonders kompliziert. Sie sollten bei der Wahl Ihrer Putzmittel allerdings vorsichtig sein und genau hinschauen, ob sich Tuch und Reiniger mit der Kunststoff-Oberfläche vertragen. Und auch sonst behutsam vorgehen: Wenn Sie zu viel Druck beim Putzen ausüben, kann nicht nur das Display schaden nehmen, sondern der ganze Fernseher hinten über kippen. Also lieber mit einer Hand von hinten gegenhalten.

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