Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie sind im Ausland unterwegs und der Akku Ihres Smartphones verlangt nach neuer Energie. Spätestens da fällt Ihnen auf: Das Ladegerät passt nicht in die Steckdose. Ein passender Reiseadapter hätte das Problem gelöst. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten und Steckertypen es gibt und worauf Sie bei der Stromversorgung außerhalb Deutschlands achten sollten.

Universalstecker: ein Allrounder für alle Fälle

Der Name sagt es schon: Ein Universalstecker bietet in einem Produkt vielfältige Möglichkeiten, Steckdosen im Ausland zu nutzen. Es gibt einen „weiblichen“ Steckplatz, in den Sie den Stecker des Ladegerätes einstecken, und mehrere „männliche“ Stecker in unterschiedlichen Ausführungen. Diese sind für die jeweils passende Steckdosenversion des Aufenthaltslands bestimmt. Ein Universalstecker ist besonders für Menschen geeignet, die sich oft in unterschiedlichen Ländern aufhalten. Beispiele sind Geschäftsreisende, Vielflieger mit internationalen Zielen oder Globetrotter.

Handy im Ausland laden USB-Kombination Universaladapter
Etwas unhandlich, aber vielseitig: Universaladapter (hier mit zum Teil einklappbaren Steckern) lösen das Steckerproblem für viele Länder in einem Produkt. (© 2017 Thinkstock/Freer Law)

Die Vielseitigkeit des Gerätes verpacken die Hersteller in unterschiedliche Bauformen. Häufig sind die männlichen Stecker kreisförmig um die weibliche Steckdose angeordnet. Das macht die Einheit schön flach. Andererseits sollte so ein Modell möglichst eine robuste Hülle oder Verpackungsdose haben. Die stabilen, manchmal schartigen Metallstecker können leicht Schäden anrichten, beispielsweise Kleidungsstoff durchstoßen oder sich durch Textilmaterial von Koffern und Tragetaschen scheuern.

Eine Alternative stellen dosen- oder würfelförmige Universalstecker mit versenkbaren Steckern dar. Sie sind zwar etwas klobiger, aber durch Schieber oder Klappfunktionen lassen sich die Metallstecker im Gehäuse unterbringen. So steht nichts hervor, das etwas beschädigen kann. Bei Gebrauch schieben/klappen Sie dann nur das Element heraus, das konkret benötigt wird.

Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu den einfachen Universalsteckern bieten diese Modelle oft eine eingebaute Sicherung beziehungsweise eine Sicherheitsabschaltung. Bei Leistungsspitzen im Stromnetz schützt sie Ihr Ladegerät und das Handy vor Überspannungsschäden. Je nach Ausführung decken Universalstecker das Spektrum für bis zu mehr als 170 Länder ab.

Einzeladapter: Handliche Lösung für bestimmte Länder

Universalstecker erkaufen ihre Vielseitigkeit mit einer gewissen Größe. Wenn Sie häufig in dasselbe Land oder in Länder mit der gleichen Steckertechnik reisen, macht ein solcher Alleskönner wenig Sinn. Stattdessen lohnt es sich, einen für das Zielland passenden Einzeladapter anzuschaffen. Aber welcher ist der Richtige? Weltweit gibt es diverse Varianten, mit zwei oder drei Steckelementen in verschiedenen Formen und Anordnungen. Hier kann Ihnen beispielsweise die Länderübersicht zu Steckertypen auf Wikipedia helfen. Dort finden sich alle gängigen Netzsteckertypen mit Beispielbildern, Typenbezeichnungen und einer alphabetisch sortierten Länderliste.

Eine flexible Lösung zum Thema Einzelstecker sind Einzelstecker-Sets. Ihr Vorteil: Sie kombinieren verschiedene Adapter und Netzstecker als einzelne Einheiten. Wenn Sie verreisen, nehmen Sie nur das mit, was wirklich gebraucht wird. Der Nachteil bei den Einzeladaptern und Sets liegt natürlich auf der Hand: Wenn Sie das falsche Modell einpacken oder einen Abstecher in ein Land mit anderem Steckdosentyp machen, haben Sie ein Ladeproblem.

Handy im Ausland laden Einzeladapter
Wenn klar ist, wohin die Reise geht, reicht oft ein Einzeladapter. Er lässt sich dank kleinerer Bauweise auch besser verstauen als ein Universalstecker. (© 2017 Thinkstock/ Kai_Wong)

USB-Adapter: Handy laden ohne Ladegerät

Zum Laden Ihres Handys oder Smartphones im Ausland gibt es eine weitere Möglichkeit. Dafür nutzen Sie nicht ein Ladegerät, sondern ein USB-Kabel. Dass sich ein Gerät auch mit diesem Datenübertragungskabel mit Strom versorgen lässt, ist Ihnen wahrscheinlich aus dem Computerbereich bekannt. Der Betrieb einer externen Festplatte oder das Handy-Aufladen am PC sind bekannte Beispiele.

Auf Reisen funktioniert das mit entsprechend ausgerüsteten Adaptern ebenso. Wie die anderen Adapter haben sie einen oder mehrere Stecker für die jeweilige ausländische Steckdose, aber anstatt einer zusätzlichen Steckdose für den Ladestecker, haben USB-Adapter einen oder mehrere USB-Steckplätze. Wichtig: USB-Stecker gibt es in verschiedenen Formaten. Prüfen Sie also vor dem Kauf, ob Ihr Ladekabel nicht nur den passenden Stecker für das Handy hat, sondern auch für den Adapter.

Handy im Ausland laden USB-Kombination
Multitalent: Dieser Universaladapter hat auch eine USB-Buchse zum Laden mit USB-Kabel. (© 2017 Thinkstock/Freer Law)

Alternative: Unabhängige Stromquellen zum Mitnehmen

Als Alternative zu den Adaptern gibt es eine weitere Möglichkeit den Ladebetrieb für das Handy zu sichern: Sie sorgen einfach selbst für die Energie. Dafür gibt es verschiedene mobile Lösungen. Ein Beispiel sind Ladegeräte, die mit Batterien betrieben werden. Batterien sind weltweit genormt und überall zu kaufen. Viel Leistung bringen die Geräte zwar meistens nicht, aber im Notfall sind sie doch hilfreich.

Stärker sind sogenannte Powerbanks, leistungsfähige mobile Akkus mit Ladeanschlüssen. Sie laden die Powerbank einfach zuhause auf und haben dann unterwegs Ladestrom dabei. Eine Powerbank mit 12.000mAh lädt beispielsweise rund viermal einen Handyakku mit 2000mAh. Die Maßeinheit mAh (Milli-Ampere-Stunden) beschreibt die Akku-Kapazität: Bei 1000 mAh ist er beispielsweise in der Lage, bei Raumtemperatur ein Gerät über 10 Stunden mit 100 mA zu versorgen.
Für längere Reisen, speziell in Regionen ohne gesicherte Stromversorgung (beispielsweise Outdoor-Reisen in die Natur), sind selbstladende Powerbanks interessant. Diese lassen sich mit einem Kurbelantrieb und/oder ein Solarstrom-Modul aufladen.

Unter Strom: Die Spannung muss stimmen

Für das Aufladen des Handys im Ausland müssen Sie neben der Auswahl des passenden Steckers einen zweiten Aspekt beachten: Die Spannung und Stromstärke. In Deutschland liefert eine Haushaltssteckdose eine Spannung von 230 Volt und bis zu 16 Ampere bei einer Frequenz von 50 Hertz (Hz). In den USA sind es beispielsweise 110 Volt und 60 Hz. Bei solchen Differenzen brauchen Sie zusätzlich zum Adapter einen Transformator. Er reguliert die vorliegende Spannung beziehungsweise Stromstärke und passt diese den Anforderungen Ihres Geräts an. Andernfalls würde das Gerät nicht richtig funktionieren, beispielsweise nur mit der Hälfte der Leistung arbeiten.

Welche Werte Ihr Handy braucht, können Sie den Angaben auf dem Ladegerät oder der Bedienungsanleitung entnehmen. In der Regel sind die unterschiedlichen Spannungen für Smartphones kein Problem. Im Zweifelsfall können Sie zusätzlich einen Transformator mitnehmen oder einen Adapter mit integriertem Trafo kaufen. Eine Alternative sind Stecker mit Weitbereichseingang. Diese Geräte bewältigen von sich aus verschiedene Spannungen und decken beispielsweise einen Bereich von 100 V bis 240 V ab. Aufgrund der unterschiedlichen Technik zur Spannungsanpassung sind Weitbereichsstecker leichter und kleiner als die Transformatorentechnik.

Keine Ladeprobleme bei richtiger Vorbereitung

Einstecken und laden: Wer in Deutschland sein Smartphone mit frischer Energie versorgen will, hat es leicht. Die Technik des Gerätes und die Leistung der Steckdose sind aufeinander abgestimmt. International zeigt sich allerdings ein buntes Spektrum an Steckerformen und Spannungen. Da kann es leicht passieren, dass sich keine passenden Kombinationen finden. Mit unseren Tipps rund um die Adapter wissen Sie nun, wie diesem Problem vorgebeugt werden kann. Ob vielseitiger Universalstecker für viele Länder, handlicher Einzeladapter für bestimmte Regionen oder Laden ohne Ladegerät per USB-Kabel: Es gibt viele Möglichkeiten, die Stromversorgung unterwegs zu sichern.

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