Die Spülmaschine läuft nicht, die Mikrowelle ist aus – und trotzdem dröhnt ein störendes Brummen aus der Küche. Bei genauerer Hörprobe entdeckst du den Übeltäter: Der Kühlschrank brummt lautstark. Hier erfährst du, warum das nervige Geräusch auftritt und wie in der Küche wieder Ruhe einkehrt.

Kühlschrank steht nicht gerade

Der Kühlschrank brummt, und du hast keine Ahnung, warum? Dann schau dir das Gerät zunächst ganz genau an. Häufig ist die Ursache für das Störgeräusch schnell gefunden: Steht der Kühlschrank nicht ganz gerade, kann es zu lautem Brummen kommen.

Mit bloßem Auge kannst du vermutlich nicht erkennen, ob sich das Elektrogerät leicht zu einer Seite neigt und schief steht. Nimm daher eine Wasserwaage zu Hilfe und platziere sie oben auf dem Kühlschrank. Stellt sich dabei heraus, dass das gute Stück wirklich schief steht, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Einige Kühlschrankmodelle verfügen über verstellbare Füße. Damit lässt sich das Problem in der Regel ganz einfach beheben.
  • Hat dein Gerät keine verstellbaren Füße, wirst du einfach ein bisschen kreativ. Mit einem Stück Papier oder einem Bierdeckel aus Pappe kannst du die Ausrichtung des Kühlschranks ebenfalls korrigieren. Schieb die dünne Unterlage einfach unter die Ecke des Kühlschranks, die für den Schiefstand verantwortlich ist.

Steht das Gerät komplett gerade, sollte das Brummen der Vergangenheit angehören.

Kühlschrank steht zu dicht an der Wand

Der Standort des Kühlschranks bzw. dessen Umgebung ist ein weiteres wichtiges Merkmal, das du bei einem störenden Brummen kontrollieren solltest. Steht der Kühlschrank vielleicht zu dicht an der Wand? Berührt das Gerät eine Wand, kann das die Vibrationen des Kühlschranks verstärken und ein lautes Brummen erzeugen. Folgendes gilt es in diesem Fall zu beachten:

  • Überprüfe den Abstand zwischen Kühlschrankrückseite und Wand. Das Gerät sollte frei stehen, ungefähr zehn Zentimeter von der Wand entfernt.
  • Steht dein Kühlschrank in einer Ecke, achte nicht nur auf den Abstand zwischen Rückseite und Wand, sondern auch auf genug Platz an den Seiten des Geräts.
  • Berührt der Kühlschrank eine Wand, rücke ihn so weit ab, dass er frei steht. Wenn weder die Leitungen an der Rückwand noch die Seiten des Geräts mehr Kontakt zur Wand haben, ist das Gerät mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich leiser als zuvor.

Berührungen mit anderen Möbeln

Nicht nur der Kontakt zwischen Kühlschrank und Wand führt häufig zu einem störenden Geräusch. Auch wenn der Kühlschrank benachbarte Möbelstücke berührt, kann ein lautes Brummen die Folge sein. Küchenschränke und Regale solltest du daher in einigen Zentimetern Entfernung zum Kühlschrank aufstellen.

Kühlschrank freistehend gegen Brummen
Der Kühlschrank muss zwar nicht so einsam stehen wie hier, aber er sollte weder die Wand noch andere Möbel berühren. (© 2018 hemul75 / Thinkstock)

Daher kommen die häufigsten Geräusche des Kühlschranks

Was allgemein als Brummen beschrieben wird, ist tatsächlich eine Mischung aus vielen verschiedenen Geräuschen, die der Kühlschrank von sich gibt. Die häufigsten werden ausgelöst durch:

  • Leichte Vibrationen. Wenn das Kühlmittel durch die diversen Leitungen des Geräts gepumpt wird, kann es zu Schwingungen kommen, die brummende oder surrende Geräusche erzeugen.
  • Den Wechsel des Kühlmittelzustands. Das Kühlmittel ist mal gasförmig, mal flüssig. Beim Wechsel des Aggregatzustands entstehen Geräusche, die als Blubbern oder Tropfen beschrieben werden können.
  • Das An- und Ausschalten des Kompressors. Dieses wird durch ein klickendes Geräusch angekündigt. Dies trifft allerdings nur auf Kühlschränke mit Wechselstromkompressor zu, nicht auf Modelle mit Inverter-Kompressor.
  • Die integrierten Lüfter. Bei Geräten mit No-Frost-Funktion können diese Lüfter Geräusche verursachen. Außerdem ist bei diesen Modellen gelegentlich zu hören, wie das beim Kühlen entstandene Eis wieder schmilzt. Dann knackt es unter Umständen im Kühlschrank.

Undichte Kühlschranktür

Wenn der Kühlschrank brummt, kann auch eine undichte Kühlschranktür die Ursache dafür sein. Jede Kühlschranktür ist mit einem Dichtungsgummi ausgestattet. Dieses sorgt dafür, dass möglichst keine warme Luft ins Innere dringt. Im Laufe der Zeit kann das Gummi allerdings brüchig werden, sodass es seine Aufgabe nicht mehr optimal erfüllen kann. Somit kann warme Luft aus der Umgebung in den Kühlschrank gelangen. Die Folge: Damit die Lebensmittel im Kühlschrank weiterhin gut gekühlt werden, muss der Kompressor häufiger anspringen. Unerwünschter Nebeneffekt ist ein lautes Brummen.

So kannst du testen, ob ein poröses Dichtungsgummi schuld an den Geräuschen ist:

  1. Mach zunächst die Kühlschranktür auf und wieder zu. Eventuell fällt dir jetzt schon auf, dass sie nicht mehr einwandfrei schließt.
  2. Für eine genauere Überprüfung schalte abends oder nachts, wenn es draußen bereits dunkel ist, eine Taschenlampe ein, leg sie in den Kühlschrank und mach dir Tür wieder zu.
  3. Schalte nun alle Lampen in der Küche aus und kontrolliere, ob der Schein der Taschenlampe durch die Kühlschranktür nach außen dringt.
  4. Kannst du das Licht der Taschenlampe sehen, ist das Dichtungsgummi vermutlich undicht und muss ausgetauscht werden. Dadurch sollte dann auch das lästige Brummen verschwinden.
Undichte Kühlschranktür erzeugt Brummen
Wenn die Kühlschranktür nicht mehr richtig schließt, kann ein lautes Brummen die Folge sein. (© 2018 NattaneeP / Thinkstock)

Vereistes Kühlfach lässt Kompressor häufiger anspringen

Heutzutage stehen in vielen Haushalten Kühl-Gefrier-Kombinationen inklusive Eisfach oder komplettem Gefrierschrank. Haben solche Geräte keine No-Frost-Funktion, vereist das Gefrierfach mit der Zeit immer mehr und verlangt dem Kompressor einiges ab. Je mehr Eis sich bildet, desto häufiger muss er anspringen – ein weiterer möglicher Grund für das laute Brummen. Hier kannst du wie folgt gegensteuern:

  1. Wirf einen Blick in das Gefrierfach deines Kühlschranks.
  2. Ist es vereist, solltest du es abtauen. Wie das am besten geht, erfährst du in unserem Ratgeber zum Thema „Kühlschrank abtauen“. Indem du das Eis entfernst, kann der Kompressor einen Gang zurückschalten. Das wird sich mit einer niedrigeren Lautstärke bemerkbar machen – und auch mit einem geringeren Stromverbrauch.
  3. Damit es zukünftig gar nicht mehr so weit kommt, empfiehlt es sich, das Gefrierfach in regelmäßigen Abständen abzutauen.

Einlegeböden oder Boxen vibrieren

Auch der Innenraum des Kühlschranks kann für ein außergewöhnlich lautes Brummen verantwortlich sein. Ausgelöst wird dieses zum Beispiel von Einlegeböden und Boxen wie dem Gemüsefach, die beim Anspringen des Kompressors oder während des Kühlvorgangs vibrieren können. Je weniger Lebensmittel sich im Kühlschrank befinden, desto mehr Spielraum haben Böden und Boxen. Werden sie durch die Vibrationen des Kühlschranks ebenfalls in Schwingung versetzt, verstärkt das das normale Brummen.

Um herauszufinden, ob die Einlegeböden oder Boxen der Grund für die unangenehmen Geräusche des Kühlschranks sind, beschwere sie mit zusätzlichen Lebensmitteln oder wahlweise anderen Gegenständen wie Büchern. Verringert sich das Klappern und Brummen, ist die Ursache gefunden.

Übrigens: Wie du in Zukunft den Kühlschrank optimal einräumst, liest du in unserem Ratgeber „Kühlschrank richtig einräumen – so geht’s“.

Brummen kann meist leicht behoben werden

Eine defekte Dichtung oder ein falscher Standort sind nur einige Gründe, die für das Brummen in deinem Kühlschrank verantwortlich sein können. Wenn du erst einmal herausgefunden hast, was die Ursache für die störenden Geräusche ist, kannst du sie in vielen Fällen mit einfachen Maßnahmen beseitigen. Mit den beschriebenen Tipps kehrt somit schnell wieder Ruhe in deiner Küche ein.

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