Mal eben ein mehrseitiges PDF ausdrucken – dank Ihres Laserdruckers geht das rasend schnell. Auch alle Behördenformulare drucken Sie zu Hause aus, ebenso Einladungen auf hochwertigem Papier, da Ihr Laserdrucker dafür ebenfalls geeignet ist. Doch haben Sie das Gerät schon mal gereinigt? Falls nicht, sollten Sie es tun – denn nicht nur die Druckqualität kann sonst nachlassen, auch Ihre Gesundheit ist durch Tonerstaub und Dämpfe gefährdet. Und auch wenn der Laserdrucker in seiner Funktion kompliziert anmutet – die Reinigung von Trommel, Walze und Co ist kein Hexenwerk.

Vorbereitung zur Reinigung des Laserdruckers

Bevor Sie zur eigentlichen Reinigung Ihres Laserdruckers schreiten, sollten Sie einige Vorbereitungsmaßnahmen treffen.

  1. Zunächst einmal nehmen Sie den Drucker aus Sicherheitsgründen vom Strom.
  2. Lassen Sie ihn mindestens eine halbe Stunde abkühlen, sofern Sie das Gerät kürzlich benutzt haben.
  3. Im Inneren des Druckers befindet sich die Tonerkassette, die Sie vor der Reinigung aus dem Gerät nehmen und auf altes Zeitungspapier legen sollten. Sonst könnte der Toner Spuren auf Kleidung oder Möbel hinterlassen. Wo sich die Tonerkassette befindet, verrät Ihnen die Betriebsanleitung.
  4. Entfernen Sie ebenfalls das Papier und die Papierkassetten, in oder auf die das Druckpapier gelegt wird.
Tonerkassette reinigen
So sieht eine Tonerpatrone aus. Diese sollten Sie vor der Reinigung des Laserdruckers ausbauen. (© 2018 Thinkstock /antpkr)

Reinigung des Gehäuses und der Tonerkassette des Laserdruckers

Der Handel hält eine Reihe von speziellen Reinigungssets für Laserdrucker bereit. Diese benötigen Sie jedoch nicht zwangsweise. Zunächst arbeiten Sie am besten mit einem sauberen und fusselfreien Mikrofasertuch, das Sie leicht anfeuchten. So bleibt der oberflächliche Staub gut haften. Wischen Sie das Gehäuse, die Kassette sowie die Papierfächer vollständig ab und dringen mit dem Tuch soweit es geht auch in den Innenraum des Druckers vor.

Laserdrucker und der Feinstaub

Laserdrucker stoßen beim Drucken kleine Feinstaubpartikel aus. Tests haben gezeigt, dass sich die Konzentration dieser Feinstaubpartikel in einem 20 Quadratmeter großen Raum nach zehn Minuten Betrieb in etwa verdoppelt. Ob die Gesundheit dadurch Schaden nehmen kann, ist noch nicht endgültig geklärt. Vor- und Nachteile gegenüber einem Tintenstrahldrucker zeigt Ihnen der Ratgeber “Laser oder Tinte – der große Drucker-Vergleich”.

Achten Sie vor allem auf Tonerpulver, das sich im Laufe der Zeit im Innenraum des Druckers ablagert. Es ist aber viel leichter zu entfernen als die Tinte eines Tintenstrahldruckers.

Tipp: Um in die Ecken zu gelangen, eignen sich Wattestäbchen, die Sie vorher bei Bedarf in Reinigungsalkohol tauchen können.

Reinigung der Bildtrommel

Wenn der Ausdruck nicht mehr einwandfrei aussieht, sondern Streifen oder Flecken auf dem Papier zu sehen sind, kann eine verschmutzte Bildtrommel die Ursache sein. Diese Druckereinheit ist das eigentliche Übertragungsmedium im Laserdrucker. Irgendwie muss das Tonerpulver ja auf das Papier kommen. Um die Bildtrommel zu reinigen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Gerät über eine automatische Trommelreinigung verfügt. Schauen Sie ggf. in die Betriebsanleitung.Achtung: Solch ein Reinigungsvorgang kann ungewohnte Geräusche verursachen. Das ist aber normal.
  2. Verfügt Ihr Gerät über keine automatische Reinigung oder ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend, können Sie die Bildtrommel auch manuell reinigen. Lokalisieren Sie dafür zunächst die Stelle, an der das Papier Streifen oder Flecke aufweist. Vermutlich ist die Verunreinigung dann an entsprechender Stelle der Trommel zu finden.
  3. Nehmen Sie den Laserdrucker vom Strom und lassen das Gerät auskühlen. Bauen Sie nun die Bildtrommel aus. Das funktioniert von Drucker zu Drucker unterschiedlich. Die Betriebsanleitung hilft Ihnen weiter.
  4. Kontrollieren Sie nun die Stelle, auf der Sie den Grund für das schlechte Druckergebnis vermuten und reinigen Sie die Bildtrommel vorsichtig mit einem Tuch oder einem Wattestäbchen. Arbeiten Sie ohne großen Druck, um Schäden zu vermeiden.
  5. Bauen Sie die Bildtrommel wieder in den Laserdrucker ein.

Tonerpulver vom Koronadraht entfernen

Der Koronadraht im Laserdrucker heizt den Fotorezeptor vor, der den Toner anziehen soll. Dafür wird der Draht unter elektrische Spannung gesetzt. Durch diese statische Aufladung zieht er jedoch auch Tonerpulver an und muss deshalb von Zeit zu Zeit gereinigt werden.

Tipps zum fachgerechten Umgang mit Laserdruckern

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat Informationen für einen sicheren Umgang mit Druckern zusammengestellt. Folgende Hinweise sollten Sie beherzigen, um die Belastung so gering wie möglich zu halten:

  • Besonders emissionsarme Drucker sind mit dem Umweltsiegel “Der Blaue Engel” zertifiziert.
  • Achten Sie beim Kauf eines Laserdruckers auf die Lautstärke sowie auf das Ausmaß der Ozonfreisetzung.
  • Normgerechtes Druckerpapier kann die Staubentwicklung eindämmen.
  • Stellen Sie den Drucker nach Möglichkeit in einen wenig frequentierten Raum und lüften Sie diesen gut.
  • Verwenden Sie am besten geschlossene umweltverträgliche Mehrwegkartuschen.

Wird die Reinigung vernachlässigt, kann es auch in diesem Fall zu fleckigen Ausdrucken kommen. Die meisten Hersteller haben im Laserdrucker einen kleinen Schieber verbaut, der zur Reinigung des Koronadrahtes gedacht ist. Gehen Sie wie folgt vor, um den Koronadraht zu reinigen:

  1. Schalten Sie den Laserdrucker unbedingt aus und nehmen Sie das Gerät vom Strom, da der Koronadraht im eingeschalteten Zustand mit Strom geladen ist.
  2. Öffnen Sie die Abdeckung und entnehmen Sie die Tonerkassette.
  3. Schauen Sie in die Betriebsanleitung, um die genaue Position des Koronadrahtes zu ermitteln. Dieser ist in der Regel mit Elektroden verbunden. Diese sollten Sie während des Reinigungsvorgangs nicht berühren, da das Gerät durch eine eventuelle statische Aufladung Ihres Körpers Schäden nehmen kann. Letztere können Sie aber auch verhindern, indem Sie einen Heizkörper anfassen und sich dadurch erden.
  4. Bewegen Sie den Schieber, der auf dem Koronadraht sitzt, mehrmals hin und her. Geben Sie acht, dass sich der Schieber am Ende wieder in der Anfangsposition befindet.
  5. Setzen Sie die Tonerkassette wieder ein und schließen Sie den Laserdrucker wieder an.

    Laserdrucker reinigen
    Laserdrucker für den Hausgebrauch sind günstig im Unterhalt und nehmen nicht viel Platz weg. (© 2018 thinkstock / stevano vicigor)

Fixiereinheit des Laserdruckers reinigen

Die Fixiereinheit, auch Fuser genannt, kommt in einem Laserdrucker unmittelbar vor dem Papierauswurf zum Einsatz. Sie besteht aus der Heizwalze, der Fixierwalze sowie der Anpresswalze. Alle drei Teile zusammen sind dafür verantwortlich, den losen Toner unter Einsatz von Hitze auf dem Blatt dauerhaft festzubrennen. Auch dieser Teil des Laserdruckers sollte regelmäßig gereinigt werden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Schalten Sie den Drucker aus und lassen Sie ihn abkühlen. Vor allem die Teile der Fixiereinheit werden bei Gebrauch sehr heiß.
  2. Entnehmen Sie die Fixiereinheit aus dem Gerät. Diese ist oft durch Halteklammern gesichert. Wo das Teil genau platziert ist, entnehmen sie der Betriebsanleitung.
  3. Wischen Sie die Fixiereinheit mit einem trockenen oder leicht angefeuchteten Tuch ab und nehmen Sie einen Staubsauger zur Hilfe, mit dem Sie auf kleiner Stufe groben Schmutz von der Einheit sowie aus der Öffnung im Drucker entfernen können.
  4. Setzen Sie die Fixiereinheit wieder ein und starten Sie das Gerät erneut.

Laserdrucker reinigen geht schnell und einfach von der Hand

Ein Laserdrucker für den Hausgebrauch lässt sich mit wenigen Handgriffen so weit auseinanderbauen, dass Sie eine Reinigung problemlos selbst vornehmen können. Außer einem Tuch, ein wenig Wasser oder Reinigungsalkohol sowie ein paar Wattestäbchen benötigen Sie keine weiteren Utensilien. Die regelmäßige Reinigung schützt zum einen Ihre Gesundheit, zum anderen erhält sie ein gleichmäßiges Druckergebnis.

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