Der Bauch wird immer runder und die Vorfreude auf das Baby wächst mit jedem Tag – die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit. Mit den richtigen Fotografien halten Sie die magischen Momente für die Ewigkeit fest. Erfahren Sie in diesen acht Tipps von UPDATED, wie Ihre Babybauchfotos besonders gut gelingen.

Der perfekte Zeitpunkt

Den einzig richtigen Augenblick für das Fotoshooting gibt es nicht - das entscheidet jede werdende Mutter ganz für sich selbst. Wer bereits seit Beginn der Schwangerschaft gespannt auf die ersten Rundungen hinfiebert und diese auch für die Ewigkeit festhalten möchte, kann schon in der 13. bis 16. Woche schöne Bilder aufnehmen. Wer lieber den großen Bauch ganz in den Mittelpunkt der Fotos setzen möchte, sollte die Bilder im letzten Drittel der Schwangerschaft machen. Eine schöne Idee ist es auch, ab der 13. Schwangerschaftswoche jede Woche ein Foto vom Bauch zu machen, um so die Entwicklung zu dokumentieren. Dafür eignen sich Selfie-Apps wie beispielsweise “Everyday” sehr gut.

Schwarz-Weiß oder Farbe?

Schwarz-Weiß-Fotografien wirken oft kontrastreicher, ruhiger und eleganter als Farbbilder. Wählen Sie hierzu, wenn vorhanden, den Schwarz-Weiß-Modus Ihrer Kamera “Monochrom”.

Bei Farbbildern sollten Sie auf die Farbkomposition achten. Wollen Sie es knalliger, setzen Sie bei Kleidung und Accessoires am besten auf Komplementärfarben. Diese befinden sich im Farbkreis auf der jeweils gegenüberliegenden Seite, wie beispielsweise Gelb und Blau oder Rot und Grün. Spannende Farbkombinationen entstehen auch durch die Mischung von kalten und warmen Farben. Kalte Farben sind etwa Blau oder Grün, die warmen Komplementärfarben sind hingegen Rot bis Gelb. Beschränken Sie sich dabei auf einige wenige Farben. Andernfalls wird das Bild zu bunt.

Alternativ eignen sich auch zarte, helle Farben fürs Babybauchshooting. Wählen Sie etwa pastellfarbene Kleidung oder fotografieren Sie den nackten Babybauch. Im Hintergrund sorgen helle Wände, aber auch Himmel oder ein Sandstrand für zarte Farben. Sie können Ihre Kamera auch so einstellen, dass diese das Bild leicht überbelichtet - auch dadurch wirken die Fotos sanfter. Verlängern Sie dazu die Belichtungszeit minimal, stellen Sie den ISO-Wert auf 100 und die Blende auf einen niedrigen Wert, etwa f/1,8-4. Mehr Tipps zur digitalen Fotografie gibt Ihnen unser Ratgeber Grundlagen der digitalen Fotografie: Tipps für Einsteiger.

Zu Hause, im Freien oder im Studio?

Eine wichtige Frage betrifft den passenden Ort für das Babybauch-Shooting. Möglichkeiten gibt es dafür viele – und jeder Ort hat seine Vorteile:

  • Im Studio beispielsweise lassen sich die Lichtverhältnisse ganz individuell und vor allem professionell einstellen. Hier können Sie etwa gut Nahaufnahmen in schwarz-weiß machen.
  • Im eigenen Zuhause wirken die Bilder aufgrund der vertrauten Umgebung wiederum authentischer. Sie können etwa mit ihrem Partner zusammen auf der Couch posieren oder im bereits eingerichteten Kinderzimmer Fotos aufnehmen.
  • In der freien Natur zaubert das Sonnenlicht wunderschöne Bilder. Spielen Sie hier auch mit den Jahreszeiten: Im Sommer können Sie auf einer Blumenwiese posieren, im Herbst bieten die buntgefärbten Blätter im Wald eine schöne Kulisse.

Achten Sie vor allem beim Outdoor-Shooting auch auf den Hintergrund und auf Kleinigkeiten, die später im Bild stören könnten. Oft liegt die Konzentration so sehr auf dem Fotomodell, dass die Umgebung kaum wahrgenommen wird. So kann es schnell passieren, dass andere Personen oder Fahrzeuge unbemerkt mit fotografiert werden. Aber auch Verkehrsschilder, Mülltonnen oder eine abgestellte Tasche werden beim Fotografieren schnell übersehen – und stören dann das fertige Bild.

Die richtige Kameraeinstellung

Wenn Sie selbst zum Fotoapparat greifen, sollten Sie Ihre Fotos nach Möglichkeit im “RAW-Format” aufnehmen. Diese Einstellung können Sie bei allen Spiegelreflex- und auch bei vielen spiegellosen Kameras im Menü vornehmen. Die Bilder werden dann auf der Kamera als eine Art digitales Negativ gespeichert und lassen sich im Nachhinein besser bearbeiten.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen sorgt ein Stativ dafür, dass die Kamera auch während des Auslösens stabil steht und die Bilder nicht verwackeln. Verwenden Sie möglichst keinen Blitz. Tageslicht wirkt natürlicher und sorgt für einen wärmeren Farbton im Bild. Selbst Schwarz-Weiß-Fotos sollten Sie nicht mit dem eingebauten Kamerablitz ausleuchten. Dadurch würde der Vordergrund zu hell werden und Konturen im Gesicht verloren gehen, im Hintergrund gäbe es außerdem kantige Schatten.

Das passende Outfit

Wählen Sie Ihre Kleidung in erster Linie nach dem Wohlfühl-Faktor aus – und natürlich danach, dass Ihr Bauch gut zur Geltung kommt. Dafür bietet sich vor allem enganliegende Kleidung an. Ist das Outfit aber doch etwas lockerer, hilft es, die Hände so ober- und unterhalb des Bauches zu platzieren, dass sich der Stoff glattzieht. Alternativ können Sie auch den nackten Bauch fotografieren oder ihn nur mit einem durchsichtigen Tuch umhüllen.

Babybauchfoto Natur Sonnenlicht
Das Sonnenlicht gibt den Bildern eine sanfte Grundstimmung. (© 2016 photobac/Thinkstock)

Das Spiel mit dem Licht

Im Studio stehen Ihnen verschiedene Lampen, Scheinwerfer und vor allem ein professioneller Fotograf zur Seite, um optimale Bilder zu machen. Doch auch wenn Sie daheim oder in der freien Natur selbst zur Kamera greifen, können Sie tolle Bilder knipsen. Am besten nehmen Sie dazu ein Stativ oder einen Helfer, etwa eine gute Freundin oder den Partner, mit.

Für das Outdoor-Shooting bieten vor allem die frühen Morgen- oder Abendstunden schöne Lichtverhältnisse. Die Stunden nach Sonnenaufgang sowie vor Sonnenuntergang werden in der Fotografie-Sprache auch als “Goldene Stunden” bezeichnet. In dieser Zeit ist das Sonnenlicht besonders weich und zaubert wunderschöne Bilder. Dann gelingen auch tolle Aufnahmen im Gegenlicht. Dadurch lässt sich die Silhouette vom Babybauch besonders schön in Szene setzen. Vermeiden Sie hingegen die Mittagssonne: Das Licht fällt zu dieser Zeit in einem fast geraden Winkel von oben herab und sorgt dadurch für harte und kantige Schatten.

Möchten Sie die Fotos lieber in den eigenen vier Wänden machen, haben Sie abhängig von der Tageszeit und dem Schnitt Ihrer Wohnung die Wahl zwischen Tages- und Kunstlicht. Tageslicht sorgt für natürlichere Bilder, kann aber je nach Aufteilung der Räume auch schwer einzufangen sein. Probieren Sie hier einfach aus, was am schönsten aussieht. Künstliches Licht hat dagegen häufig den Nachteil, dass es die Farben verändert. Besonders Glühlampen geben ein etwas gelbliches Licht ab, wodurch der Hautton auf dem Foto unnatürlich wirken kann. LED-Lampen dagegen sind in der Regel etwas “kälter” und weniger gelb. Je nach Kamera-Modell variiert dieser Effekt mehr oder weniger stark. Sofern Ihre Kamera diese Einstellungen im Menü zulässt, können Sie den sogenannten “Weißabgleich”-Modus einstellen. Dieser verhindert, dass die Bilder einen Farbstich haben.

Der Bauch im Mittelpunkt: Die schönste Pose

Babybauchfoto Ultraschallbild Frontalansicht
Die Frontalansicht ist gut geeignet für Detail-Bilder. (© 2016 Monkey Business Images/Thinkstock)

Eine natürliche Pose ist meist die schönste. Um den runden Bauch in seiner vollen Größe zu zeigen, bietet sich eine Seitenansicht an. Für Detail-Bilder eignet sich hingegen auch die Frontalansicht sehr gut. Wer nicht direkt in die Kamera schauen möchte, kann den Blick in die Ferne schweifen lassen – das gibt dem Foto einen verträumten Charakter.

Auch schön: Holen Sie die älteren Geschwister des Neuankömmlings mit auf das Bild und lassen Sie sie etwa an Ihrem Bauch lauschen. Auch der Vater des Babys sollte nicht fehlen. Er kann beispielsweise schützend die Arme um den runden Bauch legen oder mit den Händen ein Herz davor formen.

Tipp: Wiederholen Sie das Shooting nach der Geburt mit der gleichen Pose – nur diesmal nicht mit dem Babybauch, sondern mit dem Nachwuchs im Arm.

Kleine Accessoires für mehr Kreativität

Babyschuhe, eine Namenskette oder ein Ultraschallbild – kleine Accessoires wie diese sind schöne Hingucker auf dem Babybauchfoto. Sie eignen sich besonders für Detail-Bilder, auf denen nur der Bauch zu sehen ist. Halten Sie sie dazu einfach direkt vor oder neben Ihren Bauch. Seien Sie bei der Auswahl ruhig kreativ: Neben Kleidungsstücken, die Sie schon für den Nachwuchs gekauft oder selbst genäht haben, machen sich auch kleine Tafeln gut, auf denen etwa die Schwangerschaftswoche, der voraussichtliche Geburtstermin oder der Name des Kindes stehen. Eine schöne Idee ist es auch, den Babybauch bunt mit Fingerfarben zu bemalen.

Die eigene Persönlichkeit einfangen

Lassen Sie sich für Ihr Fotoshooting ruhig von anderen Babybauch-Bildern inspirieren. Doch versuchen Sie nicht, diese haargenau zu kopieren - denn das perfekte Bild fängt nicht nur den Bauch, sondern auch die Persönlichkeit der Schwangeren ein und bewahrt so diesen ganz besonderen Moment.

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