Erst schönes weißes Licht zum Lesen und dann mit einem Fingertipp auf einen stimmungsvollen Farbton umschalten: Sind Sie auch ein Freund von Smart-Home-Systemen, bei denen viele Komponenten der Haustechnik vernetzt sind und sich bequem per App steuern lassen? Dann könnte Sie das LED-Lampen-System “Hue” von Philips interessieren. Wir zeigen Ihnen, wie man die schlaue Leuchte einrichtet und individuell anpasst.

Was ist das Besondere an Hue-Leuchten?

Auf den ersten Blick sieht die “Philips Hue” nicht anders aus als normale LED-Leuchten. Die Besonderheit ist aber die Möglichkeit, den Leuchtkörper in ein drahtloses Netzwerk (WLAN) einzubinden. Über eine entsprechende App lassen sich dann in jedem Raum für jede Leuchte unterschiedliche Helligkeiten und Farben einstellen. Auf diese Weise können Sie ganz individuelle Lichtszenarien verwirklichen.

Die technischen Voraussetzungen in der Wohnung sind nicht hoch. Es braucht nur einen Internet-Router mit WLAN-Funktion. Sollte Ihr Router kein WLAN haben, bietet der Fachhandel entsprechende Nachrüstmodule, die sich mit einem Kabel an den Router anschließen lassen.

Schritt 1: Leuchten, Bridge und App beschaffen

So holen Sie noch mehr aus Hue raus

Rund um die netzwerkfähigen Hue-Leuchten hat sich ein Angebot gebildet, mit denen sich das System noch komfortabler und mit erweiterten Fähigkeiten gestalten lässt. Verschiedene App-Entwickler bieten zumeist kostenlose Lösungen mit modifizierten App-Oberflächen oder Programme mit besonderen Effekten. hueManic beispielsweise verfügt über Lichtwechselmodi, die Feuerwerk, Gewitter, Polarlichter, einen Sonnenuntergang oder Kaminfeuer zum Vorbild haben.

Registrierte Benutzer der Hue-Website haben außerdem die Möglichkeit, ihr Licht von jedem Ort der Welt über einen Internet-Browser zu steuern. Wer sich besonders viel Mühe mit seiner Lichtlösung gemacht hat, kann sie hier auch als herunterladbare Datei hinterlegen und mit anderen Nutzern teilen.

Benötigt werden mindestens drei Komponenten: eine “Hue”-Leuchte, die sogenannte Bridge und und die “Hue”-App. Der Hersteller bietet beispielsweise verschiedene Starter-Sets mit weißem oder Farb-Licht, welche auch die Bridge enthalten.

Alternativ können Sie die Bridge und die Leuchten separat erwerben und sich so ein eigenes System aufbauen. Hue-Leuchten werden einfach in gängige Sockel eingeschraubt. Das Angebot umfasst verschiedene Größen und Formen, LED-Streifen sowie Zubehör, wie Lichtschalter, Dimmer oder Bewegungsmelder.

Die Philips-Hue-App ist kostenlos auf Google Play für Android oder im App-Store für Apple-Geräte und das Apple-Home-Kit verfügbar. Auch für Windows Mobile gibt es Gratis-Apps.

Schritt 2: Bridge ins WLAN einbinden

Die Bridge ist das Kernstück des Systems. Sie ist dafür zuständig, die Steuerbefehle der App an die Leuchtkörper weiterzuleiten. Im Lieferumfang befindet sich ein Netz- und ein Ethernet-Kabel. Verbinden Sie das Ethernetkabel mit der Bridge und dem Steckplatz am Router, und stecken Sie das Netzkabel in eine Steckdose. Sobald die drei LED-Kontrollleuchten aktiv sind, ist die Bridge betriebsbereit.

Philips Hue Bridge für die Lichtsteuerung über das Netzwerk
Die Bridge ist die zentrale Schaltstelle zwischen WLAN und Leuchtkörpern. (© 2017 Philips)

Schritt 3: App installieren und Leuchtkörper einsetzen

Laden Sie nun die die App in der aktuellen Version für Ihr mobiles Endgerät herunter, und installieren Sie sie. Starten Sie die App, und und tippen Sie auf das Search-Feld. Damit starten Sie den Suchlauf nach der Bridge. Drücken Sie während des angezeigten Zeitablaufs auf die zentrale Connect-Taste der Bridge. Mit der Meldung “You are connected to Hue Bridge” sind beide Komponenten gekoppelt und betriebsbereit.

Schrauben Sie nun nach Belieben Hue-Leuchten ein, oder installieren Sie LED-Bänder. Schalten Sie dann den Strom ein, und achten Sie darauf, dass die Leuchten angehen.

Schritt 4: Anlernen und einstellen

Öffnen Sie oben links in der App die Einstellungen über das Zahnrad-Symbol. Wählen Sie Lampeneinstellungen aus dem Menü und dann unten rechts das Plus-Zeichen. Damit öffnen Sie eine weitere Maske, über die neue Lampen gesucht und zur App hinzugefügt werden. Tippen Sie auf Suche, um alle eingeschalteten Lampen zu registrieren. Diese lassen sich anschließend noch individuell benennen.

Über die Hue-App werden die Leuchten gesteuert
Sobald die App alle Leuchten kennt, können Sie damit anfangen, individuelle Leuchtszenarien festzulegen. (© 2017 Philips)

Nun ist das System betriebsbereit, und Sie können es nach Ihren Wünschen konfigurieren. Helligkeit, Farbwerte, Farbwechsel, komplette Ambiente-Beleuchtungen für verschiedene Raumstimmungen und -inszenierungen, Timer-gesteuerte Beleuchtungsänderungen, Einbindung von Bewegungsmeldern oder von Philips-Ambilight-Fernsehern mit Umgebungsbeleuchung: Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Fazit: Vielseitiges, erweiterbares Leuchtensystem

Wie Sie gesehen haben, ist Philips Hue eine interessante Facette eines Smart-Home-Systems. Außer WLAN brauchen Sie keine weiteren Voraussetzungen: Hue ist leicht installiert und eröffnet ganz neue Möglichkeiten, Ihre Wohnung ins beste Licht zu stellen. Bei Bedarf lassen sich bis zu 50 Lampen und zwölf Zubehörteile in die Steuerung per App einbinden.

Die preisliche Bandbreite für Startersets liegt bei knapp 70 Euro bis weit über 150 Euro, die Bridge kostet einzeln ca. 60 Euro, separate Lampen mit Farbwechsel-Fähigkeit bewegen sich in ähnlichen Preisregionen.

 

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