Herrlich duftend brutzelt der Käse in den kleinen Pfännchen und verwandelt Kartoffeln, Gemüse und andere Leckereien in einen Gaumenschmaus. Dazu ein gutes Glas Wein und die Liebsten mit am Tisch – fertig ist das Festmahl. Wären da nicht die Gedanken ans Saubermachen: Brennt sich der Käse gerade in die Heizschlange? Laufen die Pfännchen über? Lässt sich die Grillplatte überhaupt noch retten? Doch keine Sorge, mit einigen Tricks bekommen Sie Ihr Raclette schnell wieder fit für die nächste Party. Wir zeigen Ihnen, wie.

Schritt 1: Küchenpapier – der Helfer fürs Grobe

Mit einem Putztick brauchen Sie Ihre Gäste natürlich nicht zu stören, eine Rolle Küchenpapier in Griffnähe ist trotzdem ratsam. So können grobe Reste gleich entfernt werden und brennen sich nicht in der nächsten Runde in die Raclettepfännchen ein. Die Grillplatte kann zwischendurch und am Ende mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel von groben Essensresten befreit werden – am besten, solange sie noch warm ist.

Grobe Essensreste mit Spachtel oder Küchenpapier aus Raclettepfännchen entfernen
Bei leckerem Käse wird das Pfännchen ohnehin blitzeblank ausgekratzt – doch auch sonst sollten Essensreste nach jeder Runde gründlich entfernt werden. (© 2017 Dragan Grkic / Thinkstock)

Was darf in die Spülmaschine?

Statt selbst den Putzlappen zu schwingen, können Sie sich auch von der Spülmaschine helfen lassen. In der Regel überstehen alle abnehmbaren Teile auch die höchsten Temperaturen im Geschirrspüler. Dazu gehören:

  • Raclettepfännchen ohne Holzgriff
  • Abnehmbare Grillplatte ohne Stecker oder Verbindung zur Heizspirale
  • Spachtel aus Kunststoff
  • Alle weiteren abnehmbaren Teile ohne Elektronik

Wenn Sie bei einem bestimmten Teil Ihres Raclettes unsicher sind, ob es spülmaschinenfest ist oder nicht, finden Sie diese Information in der Gebrauchsanleitung des Gerätes.

Schritt 2: Alles einweichen, was ins Wasser darf

Ist die Party zu Ende, muss sofort das große Putzen beginnen? Auf keinen Fall! Lassen Sie sich den größten Teil der Arbeit durch gute Vorbereitung abnehmen:

  1. Füllen Sie warmes Wasser und einige Spritzer Spülmittel in ein Spülbecken. Alternativ eignen sich auch ein größerer Topf oder eine Schüssel.
  2. Legen Sie nun alle Teile, die mit Wasser in Berührung kommen dürfen, in das Wasser. Welche das sind, können Sie im Einzelnen in der Gebrauchsanleitung Ihres Raclettes nachlesen. In der Regel dürfen aber alle Teile, die nicht über eine Stromverbindung verfügen, ins Wasserbad. Neben den Pfännchen kann das auch die Grillplatte sein, sofern sie sich komplett vom Rest des Gerätes abnehmen lässt.
  3. Lassen Sie nun alles einweichen. Am besten über Nacht. Haben Sie diese Zeit nicht, lassen Sie die Pfännchen zumindest solange im Wasser wie möglich.

Achtung: Raclettepfännchen mit Holzgriffen dürfen maximal eine halbe Stunde ins Nass, damit das Holz nicht aufquillt und rissig wird.

Nach dem Wasserbad lässt sich alles mithilfe eines Spülschwamms reinigen. Sind Pfännchen und Grillplatte beschichtet, sollten Sie dafür unbedingt einen weichen Schwamm und ausschließlich Spülmittel verwenden. Alles andere könnte die Beschichtung angreifen. Alternativ können Sie auch die Spülmaschine nutzen. Lesen Sie alles Wissenswerte hierzu in unserer Infobox.

Fonduetopf reinigen – so gehen Sie gegen Angebranntes und Käsereste vor

Raclette und Fondue geben ein gutes Team ab. Doch gerade Käse-Fondue kann in puncto Reinigung einiges an Nerven kosten. So wird der “Caquelon” (wie die Schweizer ihren Fonduetopf nennen) schnell und einfach wieder sauber:

  1. Caquelon erkalten lassen. Töpfe aus Gusseisen können über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Keramik hingegen nicht. Das Material saugt sich sonst mit Wasser voll und kann beim nächsten Gebrauch springen.
  2. Grobe Käsereste mit Küchenpapier entfernen.
  3. Mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel feine Käsereste auskratzen.
  4. Um stark angebrannte Reste zu entfernen, füllen Sie den Topf mit Wasser (so viel, dass alles Eingebrannte mit Wasser bedeckt ist) und geben Sie Backpulver, Natron oder einen Spritzer Spülmittel ins Wasser. Stellen Sie den Topf nun auf den Herd und lassen Sie das Gemisch einige Minuten aufkochen. Das löst hartnäckige Verkrustungen.
  5. Abschließend mit einem Schwamm oder Lappen auswaschen. Gusseisen kann auch mit einem Metallschwamm gereinigt werden.
  6. Mit klarem Wasser alle Reinigungsmittel abspülen.
  7. Trocknen lassen.
Fonduetopf reinigen
Damit die Käseliebe nicht in Hass umschlägt: Mit unseren Reinigungstipps wird der Fonduetopf schnell wieder sauber. (© 2017 olgakr / Thinkstock)

Schritt 3: Heizschlange und Grillplatte reinigen

Manche Gäste erweisen sich als wahre Stapelkünstler und können ihre Raclettepfännchen gar nicht hoch genug belegen. Die Folge: Der Käse drückt gegen die Heizspirale oberhalb der Pfännchen und brennt dort fest. Auch auf der Grillplatte hinterlässt der Schmaus gern seine Spuren.
Achtung: Die Heizspirale darf nie ins Wasserbad oder die Spülmaschine, alle Grillplatten mit Stromzufuhr müssen ebenfalls weitestgehend trocken bleiben. So lassen sie sich trotzdem einfach reinigen:

  1. Schalten Sie das Raclette aus, ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose und lassen Sie das Gerät vollständig abkühlen.
  2. Geben Sie ein sogenanntes Fettlösespray (gibt es im Supermarkt und Drogerien) auf die eingebrannten Stellen. Alternativ können Sie auch Natron/Haushaltssoda nutzen.
  3. Warten Sie 30 Minuten.
  4. Wischen Sie die Verkrustungen mit einem weichen Schwamm oder Lappen ab. Nehmen Sie in keinem Fall einen Metallschwamm, da er die Beschichtung beschädigen würde.
  5. Bei starken Verschmutzungen kann der Vorgang mehrfach wiederholt werden.
  6. Wischen Sie die Reinigungsmittel mit klarem Wasser weg.
  7. Lassen Sie alle Teile komplett trocknen.

Vorbeugen: Einfetten hilft vor Einbrennen

Beschichtung hin oder her – fetten Sie Pfännchen und Grillplatte vor der nächsten Nutzung ein. Denn kommen doch einmal eine Gabel oder ein Messer zum Einsatz, bleiben Kratzer in der Oberfläche zurück. Manche davon so klein, dass sie kaum zu erkennen sind. Aber eine beschädigte Beschichtung führt zu immer stärkerem Einbrennen und Verkrusten.

Zum Einfetten können Sie normales Speiseöl mit einem hohen Rauchpunkt (Sonnenblumenöl, raffiniertes Olivenöl, Palmöl, Sesamöl, Erdnussöl, Sojaöl) nehmen. Kaltgepresste Öle wie Lein-, Kürbis- oder kaltgepresstes Olivenöl halten die hohen Temperaturen des Raclettes nicht aus und fangen an zu qualmen.

Neues Raclette: Aufheizen, Putzen, Nutzen

Aus der Verpackung direkt auf den Tisch? Lieber nicht. Ein neues Raclette sondert in der Regel noch einen starken chemische Eigengeruch ab. Damit Käse & Co. am Ende nicht nach Plastik und Beschichtung schmecken, sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Bauen Sie alle Teile nach Anleitung zusammen und stecken Sie das Stromkabel in die Steckdose.
  2. Achten Sie darauf, dass sich keine Folien, Pappen, Aufkleber oder andere Fremdkörper mehr auf Pfännchen, Grillplatte oder Heizröhre befinden.
  3. Da es im nächsten Schritt zu einer starken Geruchsentwicklung kommen kann, sorgen Sie für eine gute Durchlüftung des Raumes.
  4. Schalten Sie das Raclette nun ein und stellen Sie ggf. den Temperaturregler auf die höchste Stufe.
  5. Lassen Sie es zehn Minuten lang laufen und schalten Sie es dann aus.
  6. Warten Sie, bis sich das Raclette abgekühlt hat.
  7. Reinigen Sie nun alles mit einem weichen Schwamm oder Lappen und etwas Spülmittel.
  8. Entfernen Sie Letzteres mit klarem Wasser und trocknen Sie alle Teile gründlich ab.
  9. Das Raclette ist nun direkt einsatzbereit.
Raclettepfännchen vor der ersten Nutzung erhitzen und reinigen
Vor dem ersten Belegen sollten die Pfännchen einmal gut erhitzt werden, sonst schmeckt das Essen vielleicht nach Plastik. (© 2017 margouillatphotos / Thinkstock)

Sauber schmeckt’s besser

Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussehen mag: Selbst das völlig mit Käse verkrustete Raclette kann wieder sauber werden. Und das muss es sogar, denn Essensreste in den Pfännchen oder auf dem Grill sind unhygienisch und sehen bei der nächsten Benutzung nicht nur unappetitlich aus, sie können auch gesundheitsgefährdend sein. Doch mit einigen Tricks werden Sie selbst der dicksten Kruste und dem hartnäckigsten Eingebranntem Herr – und das auch ohne sich die Finger wund zu schrubben.

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